Unsere Augen auf Gott gerichtet

Unsere Augen auf Gott gerichtet

2. Chronik 20


Dieses Kapitel beschreibt eine Krisensituation und beginnt mit den Worten „Und es geschah danach.“ Das bedeutet, dass vor den Ereignissen dieses Kapitels etwas Wichtiges geschehen ist. Es konzentrierte sich darauf, wie der Feind das Volk Juda angriff.

Wir denken oftmals, dass wir im neutestamentlichen Zeitalter lebenden Menschen die geistlichen Kämpfe haben und die Menschen im Alten Testament die physischen Kämpfe hatten. Aber wenn man die Bibel liest, findet man heraus, dass die Menschen im Alten Testament sehr wohl auch geistliche Kämpfe hatten! Obwohl diese Kämpfe auf wirklichen Kampfplätzen ausgetragen wurden, waren sie zugleich geistliche Kämpfe, denn der Feind hat das Volk Gottes von jeher gehasst und er hat von jeher versucht, das Volk Gottes auf jeglichem Vormarsch aufzuhalten. 

Im vorhergehenden Kapitel hat es einen Vormarsch gegeben, und zwar von König Joschafat, der einer der wenigen „guten“ Könige war. Zu dieser Zeit tat er etwas Gutes und der Feind wollte ihn davon abhalten. Der Teufel hat sich nie geändert. Er hat eigentlich seit langem keine neue gute Idee mehr gehabt. Er macht immer dasselbe.

Hier war eine Zeit der Krise. In 2. Chronik 20,5 heißt es:

Und Joschafat stand in der Versammlung Judas und Jerusalems im Haus des HERRN vor dem neuen Vorhof. Und er sprach ....
 
Dann fing er an zu beten. Es ist interessant, dass hier die ganze Versammlung Judas, das gesamte Volk Gottes, beisammen war an dem Tor des Tempels. Sie waren alle dort!

Heute ist auch eine Zeit, in der Gott sein Volk sammelt. Jetzt ist nicht die Zeit, irgendwo alleine dort draußen zu sein. Jetzt ist die Zeit, in der Gott seine Leute zusammenruft. Jetzt ist die Zeit, dass wir alle zusammen sind und zusammen in Einheit und Liebe vorwärts gehen. Jetzt ist auch die Zeit, in der Gott den Leib Christi erweckt. Dies ist nicht die Zeit, den Profi-Christen zuzuschauen. Dies ist die Zeit, in der alle von uns sich einbringen. Dies ist die Zeit des Leibes Christi. Deshalb bringt Gott jetzt jeden im Volk Gottes auf eine neue Ebene des Glaubens. Jetzt ist die Zeit, in der Gott von jedem verlangt, dass er sich einbringt.

Im Alten Testament führten die Priester den Lobpreis anstelle des Volkes aus. Das war die Folge dessen, dass die Leute, die eigentlich auserwählt waren, ein „Königreich von Priestern“ zu sein, zu Mose sagten: „Es macht uns Angst, wenn Gott zu uns spricht. Geh du doch hin, höre, was Gott zu sagen hat und komm dann zurück und sage es uns!“ So kam das levitische Priestertum zustande. Gottes ursprünglicher Plan war, dass das gesamte Volk Gottes sich ihm nähern sollte. Das ganze Volk Gottes sollte ein Königreich von Priestern sein.

Im Neuen Testament haben wir die Aussage:

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum ...
(1. Petr. 2,9)

Was unter dem alten Bund nicht zustande gekommen ist, kann unter dem neuen Bund zustande kommen. Das bedeutet nicht, dass es automatisch zustande kommt, aber es ist noch immer auf dem Herzen Gottes, dass das gesamte Volk Gottes ein Königreich von Priestern ist, ein königliches Priestertum.

Dies war eine der durchbrechenden Schlüssel-Offenbarungen der Reformation, nämlich, dass wir alle Priester sind. Und in der Aufzählung des 5-fältigen Dienstes in Epheser 4 werden Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer genannt, aber nirgendwo Könige und Priester. Warum? Weil wir in Christus das königliche Priestertum sind, das heißt: Wir sind Könige und Priester. Darum ist es an der Zeit, dass jeder einzelne im Volk Gottes sich einbringt. Es ist nicht mehr dran, am Rande zu stehen! Es ist nicht die Zeit zuzuschauen.

Im Alten Testament gab es jemanden, der für das Volk den Lobpreis übernahm. Aber im neutestamentlichen Lobpreis ist der Vorhang zerrissen und der Zugang ist offen, so dass jeder herein kommen kann.

Das ganze Volk stand also vor dem Herrn und Joschafat stand auf und betete. Und zwar betete er Folgendes:

HERR, Gott unserer Väter, bist du es nicht, der da Gott im Himmel ist, und bist nicht du Herrscher über alle Königreiche der Nationen? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht; und niemand kann gegen dich bestehen. Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vor deinem Volk vertrieben und es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben für ewig?
(2. Chron. 20,6-7).

Er sagte: „Du hast es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben!“ In diesem Gebet würdigt er als erstes die Größe Gottes. Er ist von einem Feind umgeben und er rühmt die Größe Gottes und erkennt Gott als den Herrscher über alle Königreiche der Erde an! Er erkennt Gott auch als den Schöpfer des Himmels und der Erde an. Er sagt: „Wir sind dein Volk und wir haben einen Bund mit dir. Doch dieser Bund hat nichts damit zu tun, ob wir das Gesetz halten oder nicht.“

Es ist  interessant, dass dies in der Zeitepoche geschah, als sie unter dem Gesetz waren. Und trotzdem geht dieser Mann nicht zum mosaischen Bund zurück, sondern zu dem abrahamitischen Bund. Er sagte nicht: „Du hast dieses Land Mose – und damit uns - nicht deshalb gegeben, weil wir alles richtig gemacht haben. Du gabst uns dieses Land, weil du es Abraham und seinen Nachkommen versprochen hast. Du hast es Abraham, deinem Freund, verheißen und du wirst die Worte gegenüber deinem Freund niemals zurücknehmen!“ Das ist eine erstaunliche Tatsache!

Paulus sagt in Galater 3, dass wir vom Fluch des Gesetzes befreit sind. Und jetzt sind wir gesegnet mit dem Segen Abrahams.( Gal. 3,13-14) Wir wurden durch das Blut Jesu mit hinein genommen in den Bund, den Gott mit Abraham, seinem Freund, geschlossen hatte. Halleluja!

Wir sind in einem großartigen Bund mit Gott. Wir sind mit Gott in einem Bund, der uns für die Zeit zurüstet, in der wir leben. Dies ist nicht einfach nur eine schöne biblische Geschichte! Dies ist eine Geschichte, die dich und mich eine Lektion lehrt für die Zeit, in der wir leben und für die schweren Zeiten, die uns bevorstehen. Wir werden in Krisenzeiten kommen. Und in diesen Krisenzeiten ist die Zeit, den Herrn zu suchen. Es ist die Zeit, unsere Augen zu erheben und uns auf das Richtige zu fokussieren.

Er ist immer noch der Gott, der auf dem Thron sitzt! Er ist noch immer der Herrscher über die Königreiche der Erde! Egal was noch passiert im kommenden Zeitalter, egal was gerade jetzt in diesen Tagen passiert – er ist noch immer der König, der auf dem Thron sitzt und wir sind mit ihm im Bund! Halleluja!

Betrachten wird nun das Gebet Joschafats noch etwas näher. Er betet hier ein wunderschönes Gebet und ganz zum Schluss sagt er etwas sehr Erfrischendes:

Wir erkennen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet. (2. Chron. 20,12).

Dies ist die Zeit, sich zu fokussieren! Dies ist die Zeit, darauf zu achten, auf was du dich konzentrierst! Denn was immer du anschaust, wird dir deine Gedanken diktieren! Was immer du anschaust, wird dein Herz manipulieren. Was immer du anschaust, wirst du schließlich auch anbeten!

Deswegen müssen wir unsere Augen erheben, um den König der Könige zu sehen! Wir müssen unsere Augen erheben, um den zu sehen, der auf dem Thron sitzt! Wir müssen unsere Augen zu ihm erheben, um seine Majestät zu sehen. Wir müssen unsere Augen aufheben, denn wir müssen in diesen Tagen auf ihn ausgerichtet sein, auf den, der auf dem Thron sitzt und auf das Lamm! Denn das Lamm Gottes ist derjenige, der in diesen Tagen die Siegel brechen wird. Es ist das Lamm Gottes, das auf dem Thron sitzt, das die Nationen erschüttern wird!

Das Erstaunlichste daran ist: Wir sind die Armee des Lammes Gottes! Wir sind in diesen Tagen in Gottes Plan mit einbezogen. Gott erschüttert die Nationen nicht, um sie zu bestrafen. Gott erschüttert die Nationen so, wie man einen Obstbaum schüttelt, wenn die Frucht reif ist und die reifen Früchte herunter fallen. Gott ist gerade dabei, die Völker zu erschüttern, weil er eine gewaltige Ernte einholen möchte. Eine große Ernte! Er möchte eine große Ernte einholen in jeder Stadt!

Mach dich bereit! Verachte niemals die kleinen Anfänge! Schau nicht herum und sage: „Was kann eine so kleine Gemeinde ausrichten?“ Sie sind eine Gruppe Menschen, die von Gott vorbereitet wird. Wenn Gott dich gründlich vorbereitet hat und du auf einem festen Fundament stehst, kann er weiter darauf bauen und mehr hinzufügen.

Gott hat am Pfingsttag mit 120 Menschen begonnen. Obwohl Paulus sagte, dass Jesus nach seiner Auferstehung über 500 Menschen erschienen ist, denen er allen dasselbe erklärte, nahmen ihn nur 120 davon ernst. Aber mit diesen 120 hat Gott begonnen. Ich bin mir sicher, dass der Geist Gottes eine große Zahl der restlichen 500 Menschen, die nicht zu den anderen Jüngern dazu gestoßen sind, um zu warten, am Pfingsttag hinzu versammelt hat.

In jeder Stadt gibt es eine große Menge Menschen, an denen Gott gerade arbeitet. Er erschüttert die Städte und dieses Land und sie werden den Gemeinden in den Schoß fallen!

Darum möchte Gott, dass du bereit bist. Du fragst dich: „Wie kann das geschehen?“ Wie Gott das macht, geht dich überhaupt nichts an! Wir nennen so etwas „übernatürlich!“ Das ist nicht deine Sache! Aber deine Sache ist es, dich bereit zu machen! Du legst Grundlagen!

Jesus arbeitete mit Menschen. Es waren zwölf Menschen, die er auf das vorbereitete, was kommen sollte. Wenn wir das in der Bibel lesen, fragen wir uns: Hat er sie wirklich vorbereitet? Es scheint nicht, dass sie gut vorbereitet waren, denn sie verleugneten ihn alle! Trotzdem hat er daran gearbeitet, sie vorzubereiten. Es waren also zunächst 120 und auf einmal waren es 3000. Die Menge wuchs und wuchs!

Und so ist es noch heute: Die Menge wächst und wächst und wächst. Denn Gott ist nicht nur an Qualität interessiert, sondern auch an Quantität!

Gott ist heute noch derselben Meinung. Er ist interessiert an beidem: Qualität und Quantität! Und er ist dabei, dich vorzubereiten, weil er dir mehr geben möchte. Darum ist er dabei, jeden einzelnen vorzubereiten. In dieser Zeit erscheinen wir alle vor Gott  und richten unsere Augen nur auf ihn.

Nach dem Gebet von Joschaphat in 2. Chronik 20,13 heißt es weiter:

Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen.


Ganz Juda stand da! Alle standen vor dem Herrn, auch die Kinder, besonders aber die Männer. Es ist ein Mythos, dass die Frauen geistlicher als die Männer sind. Aber es ist an der Zeit für die Männer, sich nicht mehr hinter diesem Mythos zu verstecken!

Wenn Frauen eine Illustration einer gottesfürchtigen geisterfüllten Frau aus der Bibel suchen, dann finden sie ein paar wenige, von denen sie etwas lernen können. Aber wenn Männer ein Beispiel eines geistlichen Mannes Gottes in der Bibel suchen, können sie die Bibel gerade irgendwo beliebig aufschlagen.

David war ein Mann Gottes und er war auch ein echter Mann! Paulus war ein Mann, der Gott liebte! Jesus war ein Mann!

Es ist Zeit, dass Männer ihren Stand einnehmen. Es ist Zeit für Männer, Gott zu suchen! Paulus sagte:

Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung...
(2. Tim. 2,8)

Damit sagt er nicht, dass nur Männer beten können, aber offensichtlich brauchte er den Frauen nicht zu sagen, dass sie beten sollen. Darum sagte er: „Ich will, dass die Männer ... beten,“ denn die Frauen beteten sowieso schon.

Diese Männer lebten auch unter einem griechischen Mythos, nämlich dass Frauen geistlicher sind als Männer, vor allem geistlich sensibler gegenüber Gott. Das ist einfach nicht wahr. Frauen sind geistlich genauso sensibel wie Männer. Und Männer sind geistlich genauso sensibel wie Frauen. Dies ist die Zeit, in der Gott an den Herzen der Männer arbeitet, um sie bereit zu machen, denn Männer haben eine besondere Rolle einzunehmen in dieser Zeit.

Alle Männer von Juda waren dort versammelt mit ihren Frauen und Kindern. Die gesamte Familie Gottes stand vor dem Herrn! Dann kam der Geist des Herrn über Jahasiel und er gab ihnen das Wort des HERRN weiter.

Und auf Jahasiel, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten, von den Söhnen Asafs, auf ihn kam der Geist des Herrn mitten in der Versammlung  Und er sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihre Bewohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser großen Menge! Denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern Gottes! (2. Chron. 20,14-15).

Das erste, was er sagte ist: „Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen!“ Furcht und Niedergeschlagenheit sind die Dinge, die den Vormarsch des Volkes Gottes blockieren. Furcht und Entmutigung sind destruktiv!

Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft, und der Liebe und der Besonnenheit.( 2.Tim. 1,7)

Sprich das gerade jetzt über dir aus!

Wirf das verdrehte Denken von dir! Schmeiße Furcht aus dir hinaus, die nur den Herz manipulieren will. Furcht ist nicht logisch! Furcht manipuliert dich, Furcht will dich übervorteilen. Furcht und Entmutigung kommen niemals von Gott!

Zwar gibt es die Furcht des Herrn! Aber diese Furcht des Herrn hat nichts mit Angst zu tun. Furcht hat nichts mit Angst vor Gott zu tun und schon gar nicht mit Angst vor dem Feind! Auch Entmutigung hat überhaupt nichts mit Gott zu tun. Gott entmutigt uns niemals!  Er ist der Gott aller Hoffnung!

Erhebe doch gerade jetzt deine Hände und danke Gott!

Er ist der Gott aller Hoffnung. Danke ihm, dass er dein Herz mit Hoffnung füllt – Hoffnung und Frieden im Glauben!

Lass den Frieden Gottes jetzt über dich kommen und sprich laut:

  • Ich werfe jede Entmutigung von mir!
  • Ich weigere mich, niedergeschlagen zu sein!
  • Ich gehorche dem Befehl Gottes, mich weder zu fürchten, noch niedergeschlagen zu sein!
  • Ich empfange jetzt Ermutigung!
  • Ich empfange jetzt Hoffnung!
  • Es gibt Hoffnung für mich!


In Psalm 3, 3-4 sagt David:

Viele sagen von mir: Es gibt keine Rettung für ihn in Gott.

Aber er lässt das nicht so stehen!  Wenn du entmutigende Worte hörst, lass sie nicht in dich eindringen und dort bleiben! Du musst aufstehen wie David, der dann sagt:

Du aber, HERR, bist ein Schild um mich her, meine Ehre und der mein Haupt emporhebt.

Sage das gerade jetzt zu Gott:

  • Du bist mein Schild! Meine Ehre und der, der mein Haupt emporhebt!
  • Du erhebst mein Haupt!
  • Mein Haupt ist nicht gesenkt!
  • Mein Haupt ist erhoben!
  • Ich bin erhaben über alle meine Feinde!
  • Ich werde mich nicht fürchten und nicht niedergeschlagen sein!


Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser großen Menge!
(2. Chron. 20,15).

Jahasiel sagt nicht, dass es keine große Armee war. Er sagte: „Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen!“ Und dann fügt er den Grund hinzu:

Denn der Kampf ist nicht euere Sache, sondern Gottes!

Das ist eine sehr beliebte Bibelstelle für Christen aller Zeiten: Der Kampf ist nicht deine Sache, sondern die Sache Gottes! Es ist nicht unser Kampf. In diesem Kampf kämpft Gott!

Doch nun schaue, was danach kommt:

Morgen zieht gegen sie hinab!
(2. Chron. 20,16).

Er sagte nicht: Dies ist nicht euer Kampf, sondern meiner! Geht nach Hause und entspannt euch! Er sagte: „Ihr werdet gegen sie marschieren!“ Wir müssen also immer noch dabei bleiben. Wir müssen immer noch aufstehen! Wir müssen am Kampfplatz sein! Wir müssen in diesen Tagen gerüstet sein und wir müssen vor Ort sein! Wir werden marschieren müssen! Wir werden nicht in der konventionellen Art und Weise kämpfen müssen, aber wir werden trotzdem marschieren müssen. Wir müssen an Ort und Stelle sein! Wir müssen immer noch gegen die Feinde ausziehen!

In Vers 17 heißt es dann: Nicht ihr werdet dabei kämpfen müssen.

Aber schau genau hin, wie es weiter geht:

Tretet hin (nehmt euere Positionen ein), steht und seht die Rettung des HERRN, die er auch verschafft ...!

Es ist immer gut, den ganzen Vers zu lesen. Nicht nur: „Du wirst in diesem Kampf nicht kämpfen müssen!“

Das ist genauso wie wenn Christen Epheser 6 zitieren: „Wir kämpfen nicht! Amen!“ Aber Paulus sagt nicht, dass wir nicht kämpfen müssen. Er sagt: „Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut!“ Wir kämpfen nicht mit Menschen. Unser Kampf geht nicht gegen Menschen! Auch deren Kampf war genau wie unserer im Grunde nicht ein Kampf gegen Menschen. Und deswegen kämpften sie in diesem Kampf auch nicht auf konventionelle Art und Weise.

Das prophetische Wort des Herrn für sie lautete: „Steht still. Nehmt euere Positionen ein. Steht still.“

Wir leben in Zeiten, in denen das Volk Gottes wissen muss, welches ihre Positionen sind in Christus. Wir müssen wissen, dass wir geliebt, bewaffnet und gefährlich sind. Wir müssen unsere Waffenrüstung tragen. Und wenn wir alles ausgerichtet haben, müssen wir stehen bleiben.(Eph 6,13) Wir müssen unsere Positionen einnehmen und unerschütterlich stehen bleiben. Wir müssen aktiv unsere Identität in Christus annehmen.

Wir leben in einer Zeit, in der wir wissen sollten, dass wir das heilige Volk Gottes sind! Es ist Zeit, dass wir wissen, dass wir geliebt sind und bei Gott in großer Gunst stehen! Wir sind sein Bundesvolk! Oft denken wir, dass Gott alle Menschen gleich liebt. Aber das stimmt nicht! Gott liebt zwar alle Menschen. Er liebt die ganze Welt. Aber sein Volk liebt er mit einer ganz speziellen Liebe. Das ist so, wie ein Mann seine Ehefrau mit einer ganz besonderen Liebe liebt. Gott liebt sein heiliges Volk mit einer besonderen Liebe, einer Bundesliebe! Und dieses geliebte Volk Gottes sind wir! Wir stehen in großer Gunst bei Gott und sind angenommen in dem Geliebten! Wir sind im Sohn und wir sind von Gott genauso geliebt wie Jesus selbst!

Wenn wir das wirklich in unserem Herzen verankert haben, dann können Furcht und Entmutigung nicht Fuß fassen. Dies ist die Zeit, in der wir wissen müssen, wer wir in Christus sind!

Tretet hin (nehmt euere Positionen ein), steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch verschafft, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen! Zieht ihnen morgen entgegen und der HERR wird mit euch sein! (2. Chron. 20,17).

Meinst du nicht, dass Gott hier etwas Wichtiges sagt, denn er sagt gleich zweimal: „Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen!“

Halleluja! Der HERR wird mit dir sein! Gott ist für uns, nicht gegen uns! Er ist mit uns!

Ein anderes Beispiel finden wir im Buch des Propheten Haggai. Haggai rief die Leute zusammen, um ihnen ein prophetisches Wort kundzutun. Sie kamen zusammen und waren gespannt, was für ein Wort dieser betagte Prophet für sie haben würde. Da war also dieser große Mann Gottes im Begriff, ein prophetisches Wort an das Volk Gottes weiterzugeben. Was war das für ein Wort? Es war das Wort: „Gott ist mit euch!“

Er ist mit uns! Und jetzt ist die Zeit, fest auf dem prophetischen Wort  zu stehen: Gott ist mit uns! Das ist das prophetische Wort! Und dieses Wort sollte deinen Geist begeistern! Dieses Wort sollte etwas in deinem Inneren anzünden! Gott ist nicht gegen uns! Gott ist für uns! Er bestraft uns nicht. Er entmutigt uns auch nicht und er blockiert uns auch nicht.

Es gibt nur einen, der kommt um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. (Joh. 10,10)  Und das ist der Dieb. Gott ist nicht ein Dieb! Gott ist der, der Leben gibt!

Jesus sagte: „Der Dieb kommt nur, um zu stehen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, um zu geben!“ Jesus ist der Geber! Der Teufel ist der Stehler! Jesus gibt Leben. Der Teufel stiehlt Leben!

Es ist nicht die Zeit, sich zu fürchten! Dies ist die Zeit zu wissen, wer wir in Christus sind! Dies ist die Zeit zu wissen, dass wir diejenigen sind, die bei Gott hoch in der Gunst stehen. Unser Gott ist mit uns! Halleluja!

Proklamiere jetzt laut:

  • Gott ist für mich!
  • Wer kann gegen mich sein?
  • Gott ist für uns!
  • Wer kann gegen uns sein?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Es ist egal, wer gegen uns ist! Gott ist für uns! Gott ist mit uns!


Als Joschafat dies hörte, tat er Folgendes:

Da neigte sich Joschafat mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem fielen nieder vor dem HERRN, um den HERRN anzubeten! (2. Chron.20,18).

Beachte, was dann geschah:

Und die Leviten, von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter, standen auf ...
(19).

Dies waren die Männer, die von den Söhnen Asafs und Korachs speziell dafür ausgebildet waren, den HERRN zu preisen und seinen Namen auszurufen.

Es gibt eine Zeit, niederzufallen und den HERRN anzubeten und es gibt eine Zeit, seine Stimme zu erheben und laut zu rufen. Das ist es, was sie hier taten.

Und die Leviten, von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter, standen auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit überaus lauter Stimme!
(19).

Wie laut riefen sie? Sie riefen mit einer sehr, sehr lauten Stimme! Jawohl, ganz richtig! Mit einer überaus lauten Stimme! Sie priesen Gott mit überaus lauter Stimme! Warum priesen sie Gott mit solch einer lauten Stimme? Nicht, dass Gott das fordert! Aber um uns herum sind so viele andere laute Stimmen!

Es ist interessant, dass es in der Bibel einen Vers gibt, der davon spricht, dass du deine Seele beruhigen sollst.(Ps. 131,2) Das Wort, das in diesem Zusammenhang für „beruhigen“ benutzt wird, ist auch assoziiert mit dem Wort für „preisen,“ das eigentlich bedeutet „mit lauter Stimme rufen.“

Wenn Du von Stürmen umgeben bist und die Wogen schlagen immer höher an dich heran, kannst du nicht schweigen. Wenn du nämlich still bist, dann hörst du nur noch das Tosen der Wellen. Wenn du still bist, hörst du nur die Geräusche, die um dich herum sind, alle diese anderen Stimmen.

Wir müssen unsere Stimmen erheben und das Echo dessen aussprechen, was Gott gesagt hat.

Sie fingen also an, mit überaus lauter Stimme Gott zu loben.

Und sie machten sich des Morgens früh auf und zogen aus zur Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszug trat Joschafat hin und sagte: Hört mir zu, Juda und ihr Bewohner von Jerusalem! Glaubt an den HERRN, eueren Gott, dann werdet ihr bestehen! Glaubt seinen Propheten, dann wird es euch gelingen! (2. Chron. 20,20).

Du kannst nicht eins von beidem aussuchen und entweder an den Herrn glauben oder seinen Propheten glauben, sondern glaube an den Herrn, deinen Gott, dann wirst du bestehen und glaube auch seinen Propheten!

Glaube dem prophetischen Wort, das gerade jetzt zu dir gesprochen wurde. Dann wirst du Erfolg haben. Gott möchte, dass wir Erfolg haben. Er möchte nicht, dass wir versagen. Gott versagt nie. Er möchte auch nicht, dass wir versagen. Er möchte, dass wir Gelingen haben in dem Vorhaben, das man „das Reich Gottes ausbreiten“ nennt!

Darum setzen wir unseren Glauben in den Herrn, unseren Gott. Und wir werden bestehen. Wir sind fest gegründet, wir sind standhaft und unerschütterlich. Wir setzen unseren Glauben in das prophetische Wort, handeln danach und haben Gelingen!

Wir machen uns auf. Wir empfangen das prophetische Wort nicht nur, sondern wir handeln darauf hin, denn Glauben ist nicht nur ein geistliches Gut. Glaube ist etwas, woraufhin man handelt. Glaube ist ein Wort mit Handlungsanweisung. Glaube handelt. Glaube wird aktiv. Glaube setzt etwas in Gang auf das Wort des Herrn hin.

Joschafat handelte auch. Was tat er?

Und nachdem er sich mit dem Volk beraten hatte, stellte er Sänger auf, die dem HERRN Loblieder sangen und die
(Pracht und) Schönheit seiner Heiligkeit besangen während sie vor den zum Kampf Gerüsteten herzogen ... (2. Chron. 20,21).

Er stellte sie auf, um dem Herrn Loblieder zu singen und ihn zu preisen wegen der Pracht seiner Heiligkeit. Die Heiligkeit Gottes ist nicht etwas Lasches und Rührseliges. Die Heiligkeit Gottes ist mächtig! Deshalb sprechen wir von der Majestät seiner Heiligkeit! Er ist majestätisch in Heiligkeit.

Moses sagte: „Majestätisch in Heiligkeit, furchtbar in Lobgesängen.“ Gott ist ein eindrucksvoll mächtiger Gott! Seine Heiligkeit ist furchterregend.

Hier waren diese Sänger, die vor den zum Kampf Gerüsteten auszogen und sie sangen:

Preist den Herrn, denn seine Gnade währt ewig!
(2. Chron. 20,21). 

Hier wird ein ganz besonderes Wort benutzt, nämlich das Wort „chessed“, das im Hebräischen auch bedeutet: Gottes treue, loyale Bundesliebe, seine Barmherzigkeit, seine Liebe, seine Gnade, seine niemals aufhörende Liebe, seine Liebe, die ewig währt.

Das ist es, was wir in unseren Liedern am meisten besingen sollten: die Heiligkeit Gottes und seine Liebe, die ewig währt. Damit sind wir genau im Zentrum. Wir sind Sieger! Wir preisen Gott für die Pracht seiner Heiligkeit! Denn seine Heiligkeit ist prächtig! Seine Heiligkeit ist ehrfurchtgebietend! Seine Heiligkeit bringt seine Feinde zum Zittern!

Preist den Herrn, denn seine Gnade währt ewig!


Es geht in diesem Zusammenhang nicht um die allgemeine Liebe, sondern die ganz besondere Liebe für sein Volk. Er hat einen Bund mit uns geschlossen! Wir müssen begreifen, dass Gott mit uns ist in allem! Er ist uns durch einen Bund verpflichtet. Er hält uns aufrecht. Er hat sich festgelegt, dass wir Sieger sind und er ist mit uns! Seine Macht ist grenzenlos und seine Liebe versagt nie! Ist das nicht begeisternd? Es ist begeisternd, da zu sein wo er ist und ihn zu preisen für die Pracht seiner Heiligkeit.

Hier in unserem Text heißt es, dass das Volk Israel Gott pries „für die Pracht seiner Heiligkeit“, indem sie sagten: „Preist den Herrn, denn seine Gnade währt ewig!“

In Vers 22 lesen wir, dass sie anfingen zu singen und zu preisen. „Singen“ beschreibt hier nicht nur „eine Melodie übermitteln“, sondern sie sangen mit lauter Stimme. Sie erhoben ihre Stimmen zum Lobreis. Das Wort für „Lobpreis“ hier ist das hebräische Wort „tehila,“ das für „hoher Lobpreis“ steht.

Manchmal singen auch wir Texte wie „lass unseren Lobpreis zum Himmel aufsteigen.“ Genau das ist hier gemeint. Hoher Lobpreis ist ein Lobpreis, der nach oben durchdringt. Hoher Lobpreis wird in die Höhe befördert und kommt im Himmel an. Wenn unser Lobreis bis in den Himmel gelangt, dann durchdringt er auch die Bereiche, wo sich die Mächte und Gewalten befinden. Unser Lobreis geht vorbei an den Wachposten der dämonischen Mächte, die den jeweiligen Ort regieren. Das sind die dämonischen Mächte, die die Herzen der ungläubigen Menschen manipulieren! Aber der hohe Lobpreis Gottes dringt direkt hindurch und schüchtert den Feind ein. Denn der Feind glaubt an Gott und fürchtet sich!(Jak. 2,19)

Wenn unser Lobpreis durch die himmlischen Örter geht, wird der Teufel erneut daran erinnert, wer der wahre Gott ist, wer der wahre König ist und wer der Sieger ist in diesem Kampf!

Deshalb setzte der Herr Hinterhalte, als sie anfingen zu singen und zu preisen.

Und zu der Zeit, da sie mit Jubel und Lobgesang anfingen, legte der HERR einen Hinterhalt gegen die Söhne Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir, die gegen Juda gekommen waren; und sie wurden geschlagen (2. Chr. 20,22).

Wir kennen alle den Ausgang dieser Geschichte. Die Feinde begannen, gegeneinander zu kämpfen, bis sie sich gegenseitig vernichtet hatten. Darum hatte der Herr gesagt: „In diesem Kampf braucht ihr nicht zu kämpfen!“

Wir müssen verstehen, worum es bei dieser Strategie geht: Der Herr meint nicht, du kannst dich zurücklehnen und entspannen. Nein, nein! Du musst dort sein, am Kampfort! Du musst deine Position einnehmen und sie behaupten.

Das Volk Juda wusste nicht, was dort geschehen würde. Alles, was sie wussten, war, dass sie ausziehen und singen sollten und den Herrn preisen für die Pracht seiner Heiligkeit. Und sie sollten sagen: „Preist den Herrn, denn seine Gnade währt ewig!“ Und genau das taten sie. Und sie sprachen diese Sätze mit Glauben aus, denn Lobpreis ist Glaube in Aktion.

Glaube ist, wenn ich mich von allen meinen eigenen Problemen und Bedürfnissen distanziere und mich auf Gott fokussiere wegen der Pracht seiner Heiligkeit. Dann erhebe ich meine Stimme und proklamiere die Güte Gottes und sage: „Du bist gut! Und deine Liebe währt bis heute noch!“ Gottes Liebe hat bis heute Bestand.

Diese Liebe Gottes ist auch heute hier. Erhebe doch gerade jetzt deine Hände und preise ihn für die Pracht seiner Heiligkeit. Sprich zu ihm über die Herrlichkeit seiner Majestät! Sprich über die Pracht seiner Majestät! Sage:

  • Du heiliger Gott! 
  • Majestätisch in Heiligkeit!
  • Furchtbar im Lobgesang!


Preise ihn! Danke ihm für seine immer währende Liebe! Danke ihm für seine Liebe, die nie vergeht! Sie wird niemals versagen. Sie wird sich niemals ändern. Es ist seine Bundes-Liebe. Es ist seine Liebe, die ihn an uns bindet.

Gott ist an dich gebunden und du bist an ihn gebunden. Du bist mit ihm verflochten, in Christus hinein verflochten. Gott ist in Jesus. Jesus ist in Gott. Er ist in uns und wir sind in ihm. Wir sind alle zusammengebunden. Wir sind Gottes Bundesvolk! Wir sind das heilige Volk Gottes!

Preise ihn für die Schönheit seiner Heiligkeit, für die Pracht seiner Heiligkeit. Preise ihn für seine unendliche Liebe, seine Bundesliebe, seine Liebe, die niemals aufhört, die für immer und immer und immer und ewig währt!

Danke Jesus! Halleluja!

****************************************************
                               Ende

****************************************************

 
Predigt lesen | Unsere Augen auf Gott gerichtet