Ströme des lebendigen Wassers

Joh. 7,37: An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glauben; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

Jesus sagte also: „Wer Durst hat, der komme zu mir. Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leib werden Ströme des lebendigen Wassers fließen.“ Und dann sagt Johannes, dass das etwas mit dem Geist Gottes zu tun hat, den Jesus geben wollte und den die empfangen sollten, die an ihn glaubten. Aber der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

Dieser Glaube, von dem Jesus spricht, ist kein dogmatischer Glaube. Es heißt: Wer an mich glaubt! Wir glauben alle an Jesus.

Das ist nicht Allgemeinglauben, sondern es ist ein dynamischer Glaube, ein wirksamer Glaube, ein Glaube des Jetzt! Nicht: „Wir glauben an Jesus“ im dogmatischen Sinne, sondern ein dynamischer, lebendiger Glaube. Es ist auch ein wirksamer Glaube, ein operativer Glaube. Und dieser Glaube ist JETZT! Und dann ist es auch nicht ein Allgemeinglaube, sondern ein fokussierter Glaube. Nämlich: wir glauben an Jesus Christus, der gestorben ist, auferweckt wurde  und in seine Herrlichkeit hineingegangen ist, der jetzt zur Rechten Gottes sitzt. Denn nachdem er auferstanden war, setzte er sich zur Rechten Gottes und sandte uns den Heiligen Geist. Dieser Glaube hat damit zu tun, dass Jesus Christus auferstanden ist und dass er zur Rechten Gottes sitzt.

Ich glaube, dass alle das glauben. Aber es ist wiederum nicht einfach ein Glaube, den man abgehakt hat, sondern es ist ein aktiver Glaube. JETZT glauben wir: Jesus Christus auferstanden, zur Rechten Gottes! Und wir glauben „wie die Schrift sagt.“ Das ist, was die Schrift sagt! Wir glauben, wie die Schrift sagt, im Gegensatz zu: „Ja, das glaube ich auch!“  Wenn wir aktiv glauben, indem wir unseren Glauben einsetzen, heißt das, dass wir unseren Glauben aktivieren. Glauben muss man JETZT! Nicht: „Ja, das glaube ich schon!“ Sondern wir müssen den Glauben aktivieren und ihn fokussieren auf Jesus Christus zur Rechten Gottes.

Dies sprach er von dem Geist, den er allen denen geben wollte, die glauben. Aber der Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Jetzt ist aber Jesus verherrlicht. Wir können unseren Glauben aktivieren und von dem empfangen, was er gibt. Wir können das lebendige Wasser wirklich trinken. Und es geschieht etwas. Wir haben dieses Wasser nicht nur getrunken, als wir von Neuem geboren wurden, sondern auch gerade jetzt fließt der Strom Gottes von dem Thon Gottes und des Lammes zu uns und wir empfangen den Heiligen Geist. Wir empfangen den Fluss Gottes, den Strom Gottes. Und er fließt in uns und durch uns in eine tote Welt hinein.

Und das ist, was ich glaube, was in den Gottesdiensten geschieht. Wir werden trinken und wir werden an Jesus Christus glauben. Jesus ist immer der Fokus Gottes.

So aktivieren wir unseren Glauben an Jesus Christus und so empfangen wir das, was er gibt.

Joh. 7,37: An dem letzten, dem großen Tag des Festes ....

Dieses Fest war das Laubhüttenfest. An dem letzten Tag dieses Festes haben sie ein bestimmtes Ereignis in der Geschichte Israels gefeiert, nämlich dass Gott den Felsen gespalten hat und aus diesem Felsen floss Wasser. Unter anderem haben sie an diesem Tag bestimmte Stellen gelesen und proklamiert.

In der Bibel sehen wir immer wieder die Kraft einer Proklamation.

Deswegen gibt es 24-Stunden Anbetungshäuser, damit das Volk Gottes kommen kann und damit rund um die Uhr Proklamationen gegeben werden können. Gott wird verherrlicht in diesen Anbetungsräumen. Selbst wenn keiner im Raum ist, läuft ständig Anbetungsmusik, um den Herrn zu verherrlichen, denn wir glauben an die Kraft einer Proklamation.

Aber an diesem Tag haben die Juden unter anderem Psalm 78 gelesen.

Psalm 78,15: Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie reichlich, wie mit Urfluten. Er ließ Bäche hervorkommen aus dem Felsen und Wasser herablaufen wie Flüsse.


Diese Stelle spricht von zwei verschiedenen Ereignissen in der Geschichte Israels. Es heißt hier nicht: „Er spaltete   e i n e n   Felsen, sondern „er spaltete Felsen.“ Und aus diesem Felsen floss Wasser.

Schauen wir in 2. Mose nach.

2. Mose 17,1: Und die ganze Gemeinde der Söhne Israels brach nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wüste Sin auf nach dem Befehl des HERRN und sie lagerten sich in Refidim. Aber da war kein Wasser zum Trinken für das Volk.


Da fingen sie an zu schimpfen gegen Mose: „Warum gibt es kein Wasser?“ Und Mose ging zu Gott und sagte: „Was soll ich tun? Hier ist eine Wüste und hier ist kein Wasser und sie brauchen ein Wunder.“

Und das war Gottes Antwort:

2. Mose, 17,5-6: Und der HERR antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin! Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorströmen, so dass das Volk zu trinken hat.  Und Mose machte es so vor den Augen der Ältesten Israels.

Und es geschah, als er den Felsen geschlagen hatte, da kam tatsächlich Wasser aus diesem Felsen, und zwar in Strömen.

Hier ist ein Bild. Das Alte Testament enthält wahre Begebenheiten, die gleichzeitig  auch prophetische Bedeutungen für Dinge haben, die hauptsächlich in dem Leben Jesu Christi geschehen sollten. Hier haben wir eine solche prophetische Andeutung. Es ist ein Bild von dem Kreuz.

Es ist interessant, dass Mose den Stab nehmen sollte, mit dem er den Fluss Nil geschlagen hatte. Und dieser Stab, mit dem Mose das getan hat, spricht von Gericht. Denn als Mose diesen Stab genommen hatte, hat Gott durch diesen Stab die Götter Ägyptens gerichtet und das Volk Israel aus dem Land Ägypten befreit. Darum spricht der Stab, den Mose hatte, von Gericht. 

In Vers 6 sagt Gott zu Mose: Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten.

Horeb ist ein interessantes Wort. Es bedeutet: „Der Ort des Schwertes.“ Im Hebräischen wird das Wort ausgesprochen wie „Choreb“ und es kommt von demselben Stammwort wie das Wort „Cherub.“

Als Adam und Eva gesündigt hatten, da hat Gott einen Cherub vor den Garten Eden gestellt mit gezucktem Schwert, um den Weg zu dem Baum des Lebens zu bewachen.

1. Mose 3,24: Und er trieb den Menschen aus uns ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.


Das spricht von dem Gericht Gottes. Und jetzt kommt Gott selbst auf diesen Felsen an den Ort des Schwertes, aber nicht um zu richten, sondern um das verdiente Gericht für uns auf sich zu nehmen.

Deswegen wird dieser Fels geschlagen mit dem Stab des Gerichts. Hier ist eindeutig ein Bild von dem Kreuz. Durch Jesus, der in unsere Welt gekommen ist, ist Gott selbst an den Ort des gezuckten Schwertes gegangen, um das Gericht an unserer Stelle auf sich zu nehmen. Wir haben das Gericht verdient. Aber das Gericht wird nicht an uns ausgeführt.

Die Bibel sagt:

2. Kor. 5,21: Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.


Er bekommt das Gericht. Wir bekommen die Befreiung. Wir bekommen das Wasser des Lebens. Er bekam den Schlag des Todes, damit wir ewiges Leben bekommen.

Der Strom Gottes fließt aus dem Thron Gottes und des Lammes, denn durch das vergossene Blut Jesu haben wir das Recht, zu dem Strom Gottes zu kommen und zu trinken.

Jesus setzte für uns durch das Kreuz das lebendige Wasser frei. Wenn wir kommen, kommen wir nicht mit unserer eigenen Gerechtigkeit, nicht mit dem, was wir sind, sondern wir kommen aufgrund des vergossenen Blutes Jesu.

Interessanterweise sagt Paulus, wenn er über dieses Ereignis spricht: „Christus war der Fels!“

1. Kor. 10,4: ... Und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus.


Christus war dieser Fels. Nicht dass er in diesen Felsen „transsubstantiierte“, nicht dass er auf einmal umgewandelt wurde in einen Felsen, sondern dieser Fels spricht von Jesus Christus.

Jesus Christus ist dieser Fels! Obwohl er Gott war in alle Ewigkeit, wurde er ein Mensch. Er ging er an unserer Stelle zu dem niedrigsten Ort, zu dem Tod am Kreuz. Und er tat das für uns, damit wir wieder leben können.

Nur weil Jesus für unsere Sünden gestorben ist - und wir dürfen eigentlich immer trinken von dem Wasser – bedeutet das nicht, dass es automatisch kommt. Es kommt nicht automatisch, sondern es heißt: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leib fließen Ströme des lebendigen Wassers.“ Wer an mich glaubt, nicht wer allgemein glaubt, nicht wer irgendetwas glaubt, nicht wer irgendwann einmal geglaubt hat, sondern wer JETZT glaubt. Wer seinen Glauben jetzt aktiviert, wer seinen Glauben jetzt fokussiert auf Jesus Christus zur Rechten Gottes, aus dessen Leib fließen Ströme des lebendigen Wassers.

Übrigens, das Leben hier auf der Erde ist eine Wüste. Wir leben in dem gegenwärtigen bösen Zeitalter. Und in Jesus Christus ist das Reich Gottes in dieses Zeitalter hinein gekommen. Das Zeitalter ist immer noch böse. Aber es gibt ein Licht. Und dieses Licht ist Jesus Christus! Und dieses Licht sind auch wir, weil Jesus Christus in uns lebt. Halleluja!

Das Leben hier in diesem Zeitalter ist eine Wüste. Aber die gute Nachricht ist: „Es gibt Wasserquellen in der Wüste!“ Gott ließ Wasser fließen in der Wüste! Das ist die Botschaft, die – wie Jesaia sagte - bezeichnend ist für das Neue Testament: Wasser fließen in der Wüste. Halleluja!

Jes. 35,6-7 ... Denn in der Wüste brechen Wasser hervor und Bäche in der Steppe. Und die Wüstenglut wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen ...

Es kann aber sein, dass das nicht automatisch ist, auch wenn Jesus alles dafür getan hat, damit wir ständig trinken können, weil der Glaube lebendig und wirksam ist.

Diese Geschichte geht aber noch weiter. In 4. Mose gibt es noch einmal kein Wasser.

Das Volk  Gottes war also in der Wüste. Und sie fingen dann an, ernsthaft zu klagen. Sie fingen mit Mose an, und dann gingen sie weiter und schimpften gegen Gott. Und Mose ging zu Gott, fiel auf sein Angesicht und sagte: Was sollen wir tun?

4. Mose 20:7-8: Und der HERR redete zu Mose und sprach: „Nimm deinen Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen!


Nicht: „Schlage den Felsen!“, sondern „rede zu dem Felsen!“

Dann wird er sein Wasser geben und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh. Und Mose nahm den Stab von dem Ort vor dem Herrn, wie er ihm geboten hatte.


Dieser Stab ist nicht derselbe Stab, den Mose benutzt hatte, um den Felsen zu schlagen. Dieser ist nicht der Stab, mit dem er den Nil geschlagen hatte. Es ist nicht der Stab des Gerichts, sondern er nahm – wie Gott geboten hatte -  den Stab von dem Heiligtum.

Dieser Stab hat auch eine Geschichte. Es ist der Stab Aarons. Dieser Stab war im Heiligtum in der Bundeslade. Einige der Ältesten hatten gestritten mit Aaron und sagten: „Wer hat gesagt, du bist der Leiter?“ Und dann hat Gott gesagt, sie alle sollen Äste von einem Mandelbaum nehmen und sie in das Heiligtum legen. Und am nächsten Tag war es so, dass nur der Stab von Aaron gesprosst und geblüht und sogar gereifte Mandeln hervor gebracht hatte.

4. Mose 17,23: Und Mose legte die Stäbe vor dem Herrn nieder in das Zelt des Zeugnisses. Und es geschah am anderen Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hinein ging, siehe, da hatte der Stab Aarons vom Haus  Levi gesprosst:  er hatte Knospen hervorgebracht und Blüten getrieben und Mandeln reifen lassen.


Dieser Stab spricht von der Auferstehung! Das war Auferstehungsleben! Da war Tod, aber Leben ist  hervor gekommen!

Paulus sagt, dass Gott Jesus Christus eingesetzt hat als den Sohn Gottes mit Kraft durch die Auferstehung des Todes. Jesus Christus ist bestätigt worden, der Sohn Gottes zu sein, der Christus, der Messias, der von Gott Gesandte durch die Auferstehung von den Toten.

Dieser Stab ist also nicht der Stab des Gerichts! Dieser Stab ist der Stab der Auferstehung! Jesus ist einmal gestorben, jetzt ist er auferstanden! Jetzt sitzt er zur Rechten Gottes und jetzt wird er nicht mehr geschlagen werden. Er hat das Gericht ein für allemal auf sich genommen, und das wird es nie wieder geben. Er muss jetzt nicht nochmals gekreuzigt werden. Jetzt muss er nicht nochmals für uns leiden! Jetzt, muss er nicht nochmals den Himmel zerreißen und herunter kommen, sondern Paulus sagte, dass das Wort uns nahe ist, sogar in unserem Mund! Das Wort des Glaubens!

Rö. 10,8: Sondern, was sagt sie (die Schrift): „Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen. Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen.“


Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen!

Hebr. 11,6: Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird. 


Und es ist unmöglich, anders über unsere Schätze, die im Himmel für uns aufbewahrt sind, zu verfügen als nur durch den Glauben! Ich jedenfalls möchte nicht warten, bis ich den Glauben brauche! Ich brauche den Glauben jeden Tag! Und ich möchte nicht warten, bis ich so große Not habe, bis ich glauben muss! Sondern ich will jetzt glauben!

Und dieser Fels ist auch nicht der derselbe Fels! Es ist nicht derselbe Fels zu Horeb. Es ist nicht mehr der Fels am Ort des Schwertes! Es ist nicht mehr der Fels an dem Ort des Gerichts! Es ist ein anderer Fels in dem Sinne, dass es zwar derselbe Jesus ist, aber hier ist ein anderes Bild. Interessanterweise heißt dieser Fels im Hebräischen „der erhabene Fels!“

Denn Jesus Christus ist gestorben, aber jetzt erhoben in Herrlichkeit. Er wurde verherrlicht Und jetzt ist er in seiner Herrlichkeit und wir nehmen nicht den Stab des Gerichts, um ihn nochmals zu schlagen, weil es vielleicht nicht genug gewesen wäre. Es war genug! Das eine Mal hat gereicht!

Ich liebe diese Stelle in Johannes 10,10, wo es heißt:

Joh. 10,10: Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.


Das finde ich so interessant: Der Dieb kommt! Seine Arbeit ist nie fertig! Er kommt, und  er kommt wieder, und  wieder und wieder und wieder! Aber Jesus sagte: „Ich bin gekommen: Einmal! Und das hat gereicht!“ Und mit seinem einen Kommen hat er ein für allemal die Werke des Teufels vernichtet, bevor er sie unternommen hat! Halleluja!

Du kannst mit Freimütigkeit zu dem Feind bezüglich seiner Werke sagen: „Zu spät!“ Wenn er kommen möchte, um zu stehlen, töten und zerstören, kannst du sagen: „Zu spät! Schon vernichtet! Deine Werke sind schon vernichtet, weil Jesus Christus, der Sohn Gottes, erschienen ist, um die Werke des Teufels zu zerstören.“

1.Joh. 3,8: ... Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte.


Wenn Jesus mit dieser Absicht erschienen ist, dann hat er sein Ziel erreicht. Und für den Teufel ist es zu spät! Statt zu schlagen, können wir sprechen zu dem erhabenen Felsen! Leider hatte Mose sich über das Volk Gottes geärgert. Jeder Leiter kann das nachvollziehen. Ich bin sicher, dass Mose dachte, er hatte die bessere Wahl getroffen, denn er hätte am liebsten das Volk mit dem Stab geschlagen! Aber er hat stattdessen den Felsen geschlagen!

Hier hatte Mose leider versagt und das war überhaupt nicht lustig. Denn die Bibel sagt, dass er und Aaron wegen dieses Ungehorsams nicht in das verheißene Land kamen; weil er den Felsen geschlagen hatte mit seinem Stab, dem Gerichtsstab, anstatt mit dem Stab, den Gott gesagt hat. Er hatte den Felsen geschlagen, anstatt zu ihm zu sprechen.

Jemand mag vielleicht sagen: „Das war aber streng von Gott! Warum war Gott so streng mit Mose? Mose war doch sonst immer gehorsam. Er ist nur einmal ausgerutscht, und schon sagt Gott: „Das geht nicht!“

Der Grund ist der: Für Gott ist dieses Bild sehr wichtig! Jesus hat einmal unsere Sünden auf sich genommen und starb am Kreuz. Es geschieht nicht noch einmal. Er muss nicht nochmals geschlagen werden, sondern jetzt sprechen wir zu dem Felsen. Jetzt ist Jesus verherrlicht!

Schauen wir in Apostelgeschichte 3, wo es um die Geschichte des Lahmgeborenen geht. Alle wollen wissen, was hier geschehen ist. Und da heißt es in Vers 13:

ApG. 3.13: Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht ...


Also ist Jesus jetzt verherrlicht. Jesus sitzt zur Rechten Gottes! Und Petrus glaubte in dem Moment an das, was Jesus gesagt hatte, nämlich: „Wenn ich verherrlicht bin, dann werde ich den Geist senden.“

Und dieser Geist kommt in „Strömen lebendigen Wassers“, die aus deinem Leib fließen werden. Und das ist genau das, was geschehen ist! Hier ist ein Wunder geschehen:

Ein Mensch, der lahm geboren war, 40 Jahre alt, hüpft auf einmal herum, und springt und tanzt und jubelt Gott zu, denn er war völlig geheilt. Und Petrus sagte, die Antwort ist: „Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht.“ Jesus ist jetzt in seiner Herrlichkeit! Und er muss nicht nochmals sterben. Wir müssen ihn nicht überwinden. Wir können einfach zu dem Felsen sprechen!

Schlag mit mir Offenbarung auf:

Offb. 14,1: Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.


Zuerst ist das Lamm auf dem Berg Zion. Zion ist nicht der Himmel, sondern Zion ist da, wo der Himmel auf Erden überfließt. Zion ist dieses Licht im Dunkel. Zion ist die Anwesenheit von Gottes Kraft, Gottes Leben, Gottes Fürsorge, Gottes Königreich inmitten dieses gegenwärtigen bösen Zeitalters.

Dieses Zeitalter ist immer noch böse, aber Gott ist eingebrochen in dieses Zeitalter mit seiner wohlwollenden erlösenden Herrschaft, um Menschen zu befreien von der Macht des Feindes und um sie in die ganzen Segnungen Gottes hineinzubringen – jetzt in dieser Zeit.

Zion ist der Ort, wo David ein Zelt aufgeschlagen und die Bundeslade aus der Gefangenschaft zu sich geholt hatte. An diesem Ort gab es 24 Stunden rund um die Uhr lebendigen, Freude machenden, freudevollen Lobpreis. Bei der Einweihung wurden Tieropfer geschlachtet, aber von dem Punkt ab gab es kein Blutopfer mehr in Zion, sondern nur noch geistliche Opfer: Opfer des Lobpreises, Opfer der Freude, Opfer des Jubels usw. Das ist Zion! Und Gott liebte Zion mehr als alle anderen Ortschaften. Er hatte gesagt: Dort werde ich immer wohnen. Jetzt ist aber Zion nicht nur irgendein Berg in Israel, sondern Zion hat sich ausgedehnt in den Geist.

In Hebräer 12 heißt es, dass wir nach Zion gekommen sind.

Hebr. 12,22-25: ... sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; zu Gott, dem Richter aller, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes; und zum Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels. Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet! Denn wenn jene nicht entkamen, die den abwiesen, der auf Erden die göttlichen Weisungen gab: wie viel mehr wir nicht, wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her redet.

Alle Beschreibungen von Zion, die wir da lesen können, finden wir wieder in Offenbarung 4 und 5.

Da kommen wir zu dem Thron Gottes, zu dem ewigen Gott, der auf seinem Thron sitzt und wir kommen zu Jesus, dem Mittler des besseren Bundes und wir kommen zu dem Blut der Besprengung.

Hebr. 8,6: Jetzt aber hat er einen vortrefflicheren Dienst erlangt, wie er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gestiftet worden ist.


Zion ist ein Ort im Geist! Zion ist in jedem Gottesdienst, Denn da ist ein Ort, Gott geweiht, um vor dem Thron Gottes zu stehen und zu dem Felsen zu sprechen.

Wer sind die 144.000? Sie sind nicht die Zeugen Jehovas, auch nicht eine Elite-Gruppe, sondern die 144.00 ist die Menschengruppe, die seinen Gott kennt.

Dan. 11,32: Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich als stark erweisen und entsprechend handeln.


144.000 = 12 x 12 x 1000.

1000 ist in der Bibel die Zahl für die Schlachtreihen. 12 ist die Zahl für komplette Regierung.  Und hier haben wir das komplette Volk Gottes, das ihm geweiht ist.

Ich glaube schon, dass, wenn wir glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, wir von Neuem geboren sind. Aber es ist möglich von Neuem geboren zu sein und sich nicht voll auszustrecken nach allem, was Gott hat. Hier ist das Volk Gottes in seiner Fülle, das sich ausstreckt nach allem, was Gott hat,  das Volk, das dem Lamm folgt, wohin immer es geht.

Offb. 14,2: Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfensängern, die auf ihren Harfen spielen. Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144.000, die von der Erde erkauft waren.

Schauen wir Offenbarung 5 an: Sie singen hier wiederum das neue Lied vor dem Thron.

Offb. 5,9: Und sie singen ein neues Lied und sagen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast durch dein Blut für Gott erkauft aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation und hast sie unserem Gott zu einem Königtum und zu Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen.

Dieses neue Lied ist das Lied von dem Lamm, das sagt: Du bist würdig! Du bist das Lamm Gottes, geschlachtet, aber jetzt wieder stehend! Du bist das auferstandene Lamm! Du hast dein Blut vergossen! Und weil du dein Blut vergossen hast, hast du Menschen aus jedem Volk, jedem Stamm, jeder Sprache, jeder Nation erlöst! Aber du hast auch diese Erlösten zu Königen und Priestern gemacht.

Das neue Lied singt von dem Blut des Lammes! Aber es singt auch davon, dass wir Anteil haben an Gottes Herrschaft jetzt in dieser Zeit! Und wir müssen nicht irgend etwas schlagen, sondern wir sprechen zu dem Felsen. Was sprechen wir? Wir sprechen wie Rauschen des lebendigen Wassers und wie das Rollen lauten Donners!

Die gemütliche, nette Lobpreiszeit ist vorbei! Es ist die Zeit für das Rauschen des lebendigen Wassers!

Ich war einmal in Schweiz an einem Ort namens „Trümmerbachfälle.“ Ich habe versucht, den Ort wiederzufinden, aber ich konnte es nicht. Jemand hatte uns dort mit hingenommen und wollte uns einen Wasserfall zeigen. Ich habe gesagt: „Ich komme aus Colorado. Es gibt genügend Wasser dort. Ich muss nicht unbedingt einen Wasserfall sehen,“ aber ich bin mitgegangen. Wir sind dann auf diesen Berg gestiegen und es ging hoch. Und wir kamen näher und näher, konnten ihn noch nicht sehen, aber wir konnten ihn hören. Und auf einmal war es so laut, dass wir uns nicht mehr unterhalten konnten. Es klang wie eine Boing 747. Und wir kamen um die Ecke zu dem Wasserfall. Was für ein Wasserfall! Es war kein Wasserfall mehr – das Wasser ist dort nicht gefallen – es war ein Wasserschuss! Und es war ein riesiges Loch in dem Felsen. Das Wasser schoss aus diesem Felsen! Das war lebendiges Wasser! Es war wirklich sehr laut!

Ich muss schmunzeln, wenn ich diese Stelle lese, dass Johannes das wie Harfenklänge empfand! Das war nicht wie Harfen, die ich jemals gehört habe!

Aber wenn das von einer Zahl kommt, die nicht zu zählen ist und sie erheben ihre Stimmen und es kommt aus ihrer Kehle heraus, dann ist es nicht wie leises „Herr, ich preise dich, ich preise dich!“ Sondern sie erheben Gott! Das ist „hoher Lobpreis! Das ist, wovon Psalm 149 spricht, nämlich von dem „hohen Lobpreis Gottes“ mit  einem „zweischneidigen Schwert in der Hand!“

Ps. 149,6 (übersetzt aus dem Englischen, King James Bibel): Lass den hohen Lobpreis Gottes in ihrem Mund sein und ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand.

Damit führen wir die bereits vorherbestimmten Urteile an dem Feind aus, die Gott bereits aufgeschrieben hat!

Ps.149,7: ... um Rache zu vollziehen an den Nationen, Strafgerichte an den Völkerschaften, um ihre Könige zu binden mit Ketten, ihre Edlen mit eisernen Fesseln, um das schon aufgeschriebene Gericht an ihnen zu vollziehen! Das ist Ehre für alle seine Frommen. Halleluja!

Unser Feind sind nicht Menschen, sondern Menschen sind unsere Beute. Wir wollen Menschen aus dem Griff des Feindes holen, aber wir müssen den Feind, diese unsichtbaren Fürsten und Könige, binden! Ich nenne das „weißer Kragen Kampfführung!“

Wir werden nicht einfach so mit dem Feind kämpfen, sondern wir sprechen zu dem Felsen und sagen: „Du bist erhoben! Wir freuen uns in Gott!“ So sagte es David:

„Gott, sei erhoben und deine Feinde sollen zerstreut werden! Sie werden schmelzen, wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, aber die Gerechten, sie werden sich freuen.“ Es ist so wunderbar, wie das gesagt wird: „Sie werden sich mit Freude freuen!“

Ps. 68: 2-3
Gott wird sich erheben, es werden sich zerstreuen seine Feinde, und die ihn hassen, werden fliehen vor seinem Angesicht. Wie Rauch auseinandergetrieben wird, so treibst du sie auseinander; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen umkommen vor dem Angesicht Gottes. Aber freuen werden sich die Gerechten, sie werden frohlocken vor dem Angesicht Gottes und jubeln in Freude.


Falls wir das nicht verstanden haben, wie wir uns freuen, wiederhole ich es noch einmal: Wir freuen uns mit Freude! Halleluja!

Als das Volk Gottes in Jericho war, hat Gott gesagt, sie sollen sechs Tage lang jeweils einmal um Jericho herum marschieren und dürfen dabei kein Wort sagen. Die Bundeslade ist ihnen vorausgegangen und sie haben ihre Augen auf die Bundeslade gerichtet. Das letzte Mal, als sie die Bundeslade gesehen hatten, waren sie über den Jordan gekommen und die Priester hatten sie auf die Schultern genommen und sie sagten: „Die Lade des Bundes des Herrn der Herrn der ganzen Erde.“ Und deshalb haben sie, als sie um Jericho herum marschiert sind, ihre Augen auf die Bundeslade gerichtet gehabt und sieben Priester haben mit sieben Schofars geblasen. Das Schofar-Horn ist kein musikalisches Instrument, sondern es spricht von dem prophetischen Wort. Das prophetische Wort war ständig in ihren Ohren und die Bundeslade, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde, ständig vor ihren Augen.

Gott ist der Gott der ganzen Erde! Am siebten Tag durften sie dann sieben Mal um die Stadt marschieren und beim siebten Mal haben die Priester mit dem Schofar einen langen Ton geblasen. Dann hat das Volk Gottes ein Jubelgeschrei erhoben. Und dieser Jubel war mit Inhalt gefüllt! Sie haben nicht „Juhu!“ gerufen! Sondern sie haben gerufen, was in ihrem Geist war: „Der Her der ganzen Erde hat diese Stadt in unsere Hand gegeben!“ Und die Mauern sind gefallen. Halleluja!

Jetzt ist die Zeit – das glaube ich von ganzem Herzen – jetzt ist die Zeit für das Volk Gottes, aufzustehen und mit ganzer Kraft, die von tief innen heraufkommt, voller Offenbarung zu rufen. Und es werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Das Gute ist: Wir trinken, aber es bleibt nicht bei uns! Es bleibt nicht nur für unsere Genesung und persönliche Auferbauung in uns, sondern der Strom Gottes fließt in uns und durch uns in diese Welt.

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                               ENDE

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