Gott aber sei Dank

von Mike & Kay Chance
„Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart!“ (2.Kor 2,14)

Gott ruft sein Volk, aufzustehen und zu leuchten, denn in tiefer Finsternis soll der Welt die Herrlichkeit Gottes durch uns aufgehen. Jetzt ist die Zeit, „höher herauszukommen“ und in der Realität von Gottes voller Versorgung durch die Erlösung in Christus zu leben. Weil er am Kreuz gewonnen hat, kann jeder von uns mit Christus im Triumphzug umherziehen.
Im oben genannten Bibelvers können wir eine direkte Beziehung zwischen unserem Leben im Sieg und der Offenbarung der Erkenntnis Christi durch uns erkennen. Christus ist durch die Kraft des Heiligen Geistes in uns, und doch können wir in einem Geist der Verzweiflung leben. Obwohl wir in Christus unglaublich gesegnet sind, leben wir oft mehr in einem Bettlergeist, und unser Angesicht spiegelt einen Geist der Knechtschaft wider, obwohl wir Gottes Söhne sind und den Geist der Sohnschaft empfangen haben. Jesus Christus lebt in uns und ist der siegreiche Krieger, der all seine Feinde besiegt hat – einschließlich des Todes! Aber wenn wir auf uns selbst, unsere Mängel, Nöte und Begrenzungen ausgerichtet sind, werden wir diesen Sieg nicht in unserem Leben genießen. Wir können die Gegenwart unseres auferstandenen und herrlichen Herrn zurückhalten, weil wir in Probleme vertieft sind. Deshalb müssen wir einen Geist des Glaubens und Sieges entwickeln. Durch den Geist des Sieges wird Jesus durch unser Leben offenbart, und sein Wohlgeruch erfüllt diese Erde. „Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt“ (Phil 2,14-15). Die beste Medizin gegen Klagen ist Danksagung.

Danksagung: der Schlüssel zum Sieg
Mit dankbarem Herz und Mund wird der Geist des Sieges entwickelt. Paulus sagt: „Gott aber sei Dank!“ Ein dankbares Herz erhebt uns über die tödlichen Haltungen der Furcht, die in unserer Generation vorherrschen. Und sehr oft geht ein dankbarer Mund einem dankbaren Herzen voraus.
Es wäre für uns viel besser, wenn wir Gott für das danken würden, was wir haben, und uns nicht über das beschweren, was wir meinen, haben zu müssen. Im Kontext beschreibt Paulus viele traurige und schwierige Situationen, denen er gegenüberstand. Aber statt sich einem Klagegeist hinzugeben, richtete er sich auf den herrlichen Sieg Christi aus – an dem auch wir Anteil haben! Hierdurch bringt er eine siegreiche Haltung hervor. Durch Glauben verband er sich mit dem auferstandenen Sieger und ging trotz der Hindernisse vorwärts, die ihn daran hindern und in eine Wolke der Verzweiflung hineinziehen wollten. Er erhob sich in seinem Geist über die Finsternis und Depression. Durch Glauben hat er Teil an allen Bundessegnungen wie Versorgung, Schutz und Leitung, die uns in Christus gehören. Wir alle stehen Herausforderungen gegenüber. Paulus hatte jedoch Probleme, die wir nie haben werden. Und in all dem blieb er wahrhaftig darin, was er anderen predigte: „Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat“ (Röm 8,37).

Danksagung: eine mächtige Waffe gegen den Feind
In 2. Chronik 20 steht die Geschichte Joschafats und der Lobpreisarmee, die den Soldaten vorausging und die Schlacht gewann, ohne zu kämpfen! Besonders bemerkenswert daran ist das Lied, das gesungen wird: ein Dankeslied. Sie zogen singend aus – nicht über die Macht und Stärke des Herrn der Heerscharen (obwohl das auch stimmt!), sondern sie sangen: „Dankt dem Herrn, denn seine Gnade währt ewiglich!“ (V. 21 – Schlachter). Sie dankten Gott für seine bündnistreue Liebe, die nie versagt. Der Feind liebt es, uns mit der Furcht und den Sorgen der Welt heimzusuchen. Deshalb ist Danksagung in unserem Kampf solch eine mächtige Waffe. Wie auch später die Apostel fingen sie an, Gott für seine unfehlbare Liebe zu erheben, und Gott kämpfte die Schlacht für sie.
Ich lehrte einmal über den Epheserbrief („Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus“ – Eph 1,3) und erklärte, dass wir gesegnet sind und trotzdem so viel Zeit damit verbringen, um Dinge zu betteln, die wir schon haben. Jemand fragte mich dann: „Wenn wir schon jede Segnung haben – warum müssen wir dann noch beten?“ Natürlich hält uns das Wissen über unser Erbe nicht vom Beten ab, aber es verändert unseren Blick im Gebet. Statt zu betteln, bitten wir kühn, weil wir wissen, dass wir Erben seines Königreiches sind. So wie wir Gottes Verheißungen und Versorgung bekennen und proklamieren, aktivieren wir diese Wahrheiten, dass sie in unserem Leben wahr werden. Dies tat Paulus. Gebet ist nicht nur, etwas von Gott zu empfangen. In erster Linie ist es Gemeinschaft, Nachfolge und Intimität mit ihm. Im Bitten – Gott möchte, dass wir bitten – bilden Danksagung und Lobpreis eine Haltung, die mit glaubensvollem Gebet einhergeht. Dies ist die Art Gebet, die unserem Inneren Leben vermittelt – und die gewünschten Ergebnisse bringt! Sie ist mit Auferstehungsleben gefüllt.
Danksagung für all das, was Jesus Christus getan hat
In 1. Korinther 15 wird die Doktrin über die Auferstehung Christi und seine Gemeinde am besten behandelt. Aber für Paulus war dies nicht nur eine Doktrin – er lebte darin. Nachdem er die Auferstehung und all das erklärt hat, was sie für unsere herrliche Zukunft bedeutet, endet er mit: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ (V. 57). Der Gott, der das ganze Universum in das Königreich Gottes verwandeln wird, ist der gleiche Gott, der uns jetzt schon den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus gibt. Der Gott, der schlussendlich alle Rebellion, Uneinigkeit und den Tod beenden wird, ist der gleiche Gott, der uns jetzt schon hilft, zu herrschen und unsere Feinde unter unsere Füße zu bekommen.
Diesen Sieg haben wir durch unseren Herrn Jesus Christus. Wir sind mit jeder geistlichen Segnung in Christus gesegnet und werden im Triumphzug in Christus Jesus umhergeführt. Alles, was wir haben, haben wir wegen ihm – und ohne ihn haben wir nichts! Gott sei Dank, dass wir nicht ohne ihn sind und dass wir in ihm sind und er in uns. „Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung!“ (Kol 2,7).
Wenn wir uns darauf konzentrieren, wer Christus ist und wir in ihm, dann wird unser Glaube fest und Dankbarkeit strömt aus unserem Herzen. Abraham wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre, obwohl er wusste, dass das, was Gott versprochen hatte, im Natürlichen unmöglich war. Mit einem dankbaren Herzen Gott die Ehre zu geben, ist Glaube in Aktion. So wie er aus seiner Überzeugung von Gottes unbegrenzter Fähigkeit heraus Gott die Ehre gab – was er verheißen hat, kann er auch tun –, wurde sein Glaube stark. Gottes Fähigkeit, das Unmögliche wahr zu machen, setzte er durch Danksagung und Glauben frei. Er erhob seine Augen und seinen Geist in Einheit mit Gott. Es gibt einen Ort des Friedens im Zentrum jedes Sturms und Freude über die Schwermut, wenn wir es lernen, auf den Schwingen der Danksagung und des Lobpreises emporzusteigen und in Gottes Angesicht zu schauen.

Danksagung
„Durch ihn nun lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen! Das ist: Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen“ (Hebr 13,15). Danksagung ist die Frucht unserer Lippen. Unser Mund muss aktiv eingeschaltet werden, um wahrhaftig Dank zu geben, wie Judson Cornwall einmal treffend bemerkte: „Es heißt Danksagung und nicht Dankdenkung.“ Dies ist kein sinnloses Plappern, sondern ein Sich-Ausrichten auf das, was wir als wahr erkannt haben. Gott ist groß, herrlich und gut – und ihm gebührt all unser Lobpreis! Wir leben in herausfordernden Zeiten, und es gibt viele Gelegenheiten, sich zu beschweren und zu murren. Aber umso mehr hat ein dankbares Herz (und Mund) solch eine starke Macht, die Atmosphäre um uns herum zu reinigen und den Weg für Gottes rettende Hand zu bahnen. Mir scheint es, als würde Gott schneller auf meine Danksagung reagieren als auf meine Beschwerden oder Meckerei! Danksagung ist das Sprungbrett in Glauben und Sieg und öffnet die Tür für Gottes Gegenwart und Herrlichkeit. Danksagung erinnert uns daran, wer Gott ist und was er uns in Christus gegeben hat. Danksagung verbindet uns mit dem bündnistreuen, ewig liebenden Gott. Tritt heute Gottes Anbetungsarmee bei und sattle das Ross, um seinen Wohlgeruch zu verbreiten und sein kommendes Königreich anzukündigen, das nie erschüttert wird.

„Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.“ (Ps 50,23)

 
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