Damit wir beten

Das Ende aller Dinge ist nahe gekommen

 

Der erste Petrusbrief erklärt uns, wie wir in der Zeit, in der Gott die Geschichte zu Ende bringt, leben sollen. Eines der Worte, die Petrus gerne benutzt ist das Wort „unvergänglich“, denn er sieht das gegenwärtige böse Zeitalter als vergänglich an, eine Art „Auslaufmodell.“ Es wird nicht ewig bestehen. Petrus sagt zum Beispiel, dass wir nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold erlöst worden sind von unserem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.[1] Für Petrus haben wir ewigen Wert denn wir sind erlöst mit dem Blut Jesu, das nicht vergänglich ist, sondern ewig Bestand hat und das uns für Gott erkauft hat.

Petrus sagt auch, dass wir nicht aus vergänglichem Samen wiedergeboren sind, sondern aus dem unvergänglichen Wort Gottes. Wir haben also das unsterbliche, unauflösliche und unzerstörbare Leben Gottes in uns und sind somit Teil des kommenden Zeitalters. Wir befinden uns im Durchgangsstadium als Pilger, unterwegs zu unserer Bestimmung. In Wirklichkeit gehört uns die Erde bereits und wir werden sie als unser Erbteil die ganze Ewigkeit hindurch besitzen.

1.Petr. 4,7-9:

Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe. Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.

Petrus sagt uns auch, wie wir in dieser Zeit leben sollen. Das Wort für Ende ist das griechische Wort „telos.“ Telos bedeutet nicht Ende im Sinne von „Sackgasse,“ sondern Ende im Sinne von „Ziel.“ Die Geschichte hat ein Ziel! Wir leben nicht in dieser pessimistischen Haltung, in der wir das Leben als ein endloses „Sich-im-Kreis- Drehen“ empfinden. Wir leben auch nicht in einem falschen Optimismus, indem wir es als eine Art Evolution, in der alles zunehmend besser wird, verstehen. Man muss nur die Nachrichten hören, um festzustellen, dass die Dinge sich nicht zum Besseren hin entwickeln. Wir leben in der realistischen Sichtweise, dass die Geschichte einen Anfang und ein Ziel hat. Das Ziel der Geschichte ist das Kommen des Reiches Gottes und die Herrschaft Jesu über die ganze Erde. Wir erwarten das Kommen Jesu  und wir werden ewig mit ihm leben. Jetzt leben wir in der Zeit, in der das Ende der Geschichte sehr nahe ist.

 

Petrus sagt uns, wir sollen deswegen besonnen und nüchtern sein zum Gebet. Gott möchte nicht, dass wir uns in der Endzeit zurückziehen und uns irgendwo verstecken. Er möchte uns zu einem mächtigen Einflussfaktor auf der Erde machen. Er möchte, dass wir beten. Wenn wir all die Verheißungen und Aussagen Gottes bezüglich Gebet anschauen, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.

 

 

Erhört Gott jedes Gebet?

 

Manche Menschen behaupten, Gott erhört jedes Gebet, aber manchmal ist seine Antwort „Nein.“ Wenn man aber die Bibel daraufhin durchsucht, findet man keine einzige Stelle, wo Gott sagt, dass er Gebete entweder mit Ja oder mit Nein beantworten wird. Er sagte: Wenn du bittest, wirst du empfangen. Bitte irgend etwas und es wird dir gewährt werden.[2]  Und: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen.[3] Er sagte nicht: „Bitte, was du willst und ich werde es mir überlegen.“ Der Schlüssel hierbei ist das Bleiben in seinem Wort. Wir sollen in ihm bleiben und seine Worte sollen in uns bleiben. Das hat solch eine Auswirkung darauf, was wir von ihm wollen, so dass wir das wollen, was er will.

 

Gott hat sich bereits festgelegt. Wenn es unsicher wäre, ob wir etwas empfangen oder nicht, würden wir überhaupt nicht gerne beten. Was uns zum Beten inspiriert ist, dass wir wissen, dass es uns gut tun wird. Beten ist keine religiöse Pflicht, sondern Beten verändert uns und unsere Umwelt.

 

Gott hat in dieser Zeit in Deutschland und der ganzen Welt Leute herausgerufen zum Gebet. Er weckt sie auf und gießt einen Geist der Gnade und des Gebets über sie aus.

 

Hebe gerade jetzt Deine Hände und empfange vom Herrn einen Geist der Gnade und einen Geist des Gebets.  

Eine Gemeinde, die betet, überwältigt die Pforten der Hölle

Wir sind in der Welt und da gibt es viel Widerstand. Jesus sagte: Ich werde meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.[4] Oftmals verstehen wir diese Aussage so, als ob die Pforten der Hölle versuchten, in die Gemeinde hinein zu dringen und als ob die Gemeinde versuchte, die Pforten der Hölle draußen zu halten. Aber es ist gerade umgekehrt. Es steht nicht geschrieben, die Gemeinde wird gegen die Pforten der Hölle standhalten, sondern wir sind die Angreifer, die vorwärts drängen gegen die Pforten der Hölle. Wenn wir vorwärts gehen, werden die Pforten der Hölle gegenüber der Gemeinde, die auf den Felsen gebaut ist, nicht standhalten.

Gott behält uns auf der Erde, damit wir trotz Widerstand seine Absichten erfüllen. Wenn die Gemeinde aufsteht, um die Gemeinde zu sein, wie Gott sie in seinem Herzen sieht, dann werden die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen. Genau solch eine Gemeinde wollen wir sein: Eine Gemeinde, die betet. Wir haben eine Aufgabe, eine Zweckbestimmung, und das ist zu beten: prophetisch, priesterlich und königlich.

 

 

Prophetisches Gebet

 

Hesekiel betete prophetisch, indem er über den vertrockneten Gebeinen der toten Situation Israels prophezeihte. Wir sollten über der vertrockneten Situation der Gemeinde prophezeihen, anstatt sie zu kritisieren und uns bei Gott über sie zu beklagen. Lasst uns als Gemeinde aufstehen und zum Wind, dem Atem Gottes, prophezeihen. Lasst uns den Heiligen Geist herbei rufen, um den Leib Christi zu erfüllen!

 

Während Hesekiel prophezeihte, hörte er ein ratterndes Geräusch, und er sah, wie die Knochen zusammen kamen und Fleisch an sie kam. Plötzlich kam Leben in sie hinein. Sie standen auf und wurden zu einem mächtigen Heer. Gott möchte, dass die Gemeinde eine mächtige Armee ist, die prophetische Gebete ausspricht. Prophetisches Gebet ist die Art des Gebets, die Gottes Absichten auf der Erde proklamiert.

 

 

Priesterliches Gebet

 

Priesterliche Beter bringen mit Leidenschaft und Weisheit die Nöte der Menschen vor den Gott aller Barmherzigkeit und Gnade. Priesterliche Beter identifizieren sich mit den Absichten Gottes und Nöten der Menschen, aber sie sehen auch, dass Gottes Absichten viel umfassender sind als wir wahrnehmen und erfahren können in der jetzigen Zeit. Priesterliche Beter geben nicht einem Geist der Verzweiflung und des Klagens nach, sondern sie heben die Anliegen der Menschen hoch zu Gott und bringen die Segnungen des himmlischen Throns herunter in die Welt hinein, in der wir leben.

 

 

Königliche Fürbitte

 

Königliche Fürbitte ist das Eintreten mit Autorität gegen die Macht des Feindes, der entschieden ist zu stehlen, zu schlachten und zu zerstören, wissend, dass Jesus gekommen ist, damit wir Leben haben und zwar bis zum Überfließen.[5] Weil wir den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen wir im Leben.[6] Königliche Fürbitter herrschen, indem sie das überfließende Leben in königlicher Autorität zu einer kranken und sterbenden Welt bringen. Petrus spricht von einem königlichen Priestertum. Er erklärt uns, dass Gott ein geistliches Haus und eine heilige Priesterschaft baut und dass wir Gott geistliche Schlachtopfer bringen sollen.[7]

 

Wir leben in den Tagen Elias, aber auch in den Tagen Davids. Wir bauen einen Tempel des Lobpreises. Gott stellt im Geist die Hütte Davids wieder her mit einer heiligen Priesterschaft. Diese Priesterschaft ist anders als das Priestertum Aarons. Es ist ein  königliches Priestertum, das Priestertum Christi. Jesus Christus ist König und Priester.

 

1.Petr. 2,9-10:

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat; die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr nicht Barmherzigkeit empfangen hattet, jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt.

 

Wir haben Barmherzigkeit empfangen und wir sind aus der Finsternis heraus gekommen in sein wunderbares Licht. Wir sind eine auserwählte Generation.

 

Wenn man von der Josua-Generation spricht, denkt man an eine jugendliche Generation, Josua und Kaleb waren jedoch 80 Jahre alt. Gott hält Ausschau nach jungen Leuten, alten Leuten und Leuten jeder Altersstufe dazwischen, ganz gleich welcher Hautfarbe oder welchen Geschlechts. Wichtig ist nur, dass wir ihm unser Herz geben, dass wir aufstehen im Glauben und uns für seine Ziele einsetzen. Er hat uns aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen, damit wir seine Tugenden  verkündigen und als königliches Priestertum agieren.

 

König, Priester und Prophet

 

Gott möchte, dass wir als Priester die Gegenwart Gottes ausstrahlen, als Könige die Autorität seines Throns ausüben und als Propheten das Wort Gottes aussprechen. Wenn wir beten, sprechen wir das Wort Gottes aus und setzen Freude frei. Wir befördern das Wort Gottes mit einem Lied nach oben, jubeln und singen vom Sieg der Herrschaft Jesu.

 

Gott ist gerade dabei, ein Haus des Gebets aufzurichten. Er sagte: Mein Haus soll ein Gebetshaus genannt werden für alle Völker.[8] Es ist Zeit, dass wir aufhören, uns um uns selbst zu drehen, unsere Verletzungen und Nöte zu beschauen und um innere Heilung zu beten. Gott liebt uns und er möchte uns innerlich und äußerlich heilen. Er möchte uns füllen mit sich selbst.

Ein Geist des Gebets

Gott ist gerade dabei, in Deutschland einen Geist des Gebets und der Hoffnung auszugießen. Er haucht uns an mit dem Geist der Gnade. Gnade ist die übernatürliche Fähigkeit, die uns befähigt zu tun, was wir sonst nicht tun können. Menschen greifen ihre Vision wieder auf. Man kann in Deutschland wieder über Erweckung sprechen, weil die Menschen sehen können, dass Gott einen Plan und eine Bestimmung für uns hat. Gott gibt niemals auf und ändert seine Meinung über uns nicht. Er geht immer weiter vorwärts.

Gott ist dabei, in diesem Land  Beter zusammenzubringen, Menschen, die aus  der Salbung heraus vom Geist her beten. Sie sprechen aus der Position des Glaubens aus, was Gott bereits gesagt hat. Gott bringt durch sie Freude in den Jammer der Menschen. Das Reich Gottes durchdringt die Finsternis dieses Zeitalters. Es sind Gebete, die die bedrückenden Wolken der Finsternis durchbrechen und den Gefangenen Freiheit bringen, den Blinden das Augenlicht wieder geben, die die Türen der Gefängnisse öffnen, Zerschlagene in Freiheit hinsenden und die einen Trompetenschall ertönen lassen, die das Jubeljahr des Herrn ausrufen.[9]

 

Besonnen zum Gebet

 

Es ist Zeit, dass Sklaven freigesetzt und Menschen mit Gott versöhnt werden, indem wir das Wort Gottes aussprechen. Wir sind berufen zu beten. Petrus ruft uns dazu auf, besonnen und nüchtern zu sein zum Gebet. Das Wort für „besonnen“ ist dasselbe, das Paulus an Timotheus richtet, als er sagt: Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.[10] Das beinhaltet klare, gesunde Gedanken zu haben. Es ist Zeit, jede Wolke zu verscheuchen und durch jeden Nebel durchzudringen, hinein in die klare Luft Gottes, wo die Adler gleiten.

 

Entferne alles, was dein Leben bewölkt. Dulde nichts, was deinen Geist krank macht. Gott möchte, dass du gesunde, besonnene Gedanken hast, Gedanken der Intaktheit, der Hoffnung, der Heilung und Errettung. Gott möchte nicht, dass dein Geist abdriftet, sondern dass er fest ausgerichtet ist. Denke die Gedanken Gottes, pflanze das Wort Gottes in deinen Geist hinein. Dann wirst du Sieg haben. Wenn Du nicht ständig deinen Geist erneuerst mit dem Wort Gottes, sei nicht überrascht, wenn dein Geist benebelt ist oder dass es für den Feind ein Leichtes ist, seine feurigen Pfeile in dein Denken hinein zu schießen. Sei angeschlossen an Gott. Es ist Zeit, aggressiv im Glauben aufzustehen und Krankheit zurückzuweisen. Die Gottlosen fliehen, wenn niemand sie verfolgt, aber die Gerechten sind kühn wie ein Löwe. Fürchte dich nicht vor der Finsternis, die die Erde bedeckt, denn die Bibel hat uns gesagt, dass Finsternis die Erde bedecken wird und tiefe Dunkelheit die Völker. Aber über dir strahlt der Herr auf und seine Herrlichkeit erscheint über dir.[11] Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen.[12] Die Dunkelheit ist nicht verursacht von der Abwesenheit der Sonne, sondern der Anwesenheit dämonischer Bedrückung. Der Heilige Geist lebt in dir. Das Leben Gottes in uns nützt dir gar nichts, wenn du unter der Wolke bist. Verscheuche die Wolken von  deinem Herzen  und Gedanken. Das bedeutet nicht, dass du jetzt dies und das nicht mehr tun darfst. Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich[13] für das Ziel. Das Ziel ist, ein Volk Gottes zu sein, das betet und den Lauf der Geschichte umwendet.

 

Gott ist gerade dabei, das Image von Deutschland so zu verändern, dass die ganze Welt es sehen kann. Massen von Menschen werden aus der Dunkelheit herauskommen und in das wunderbare Licht des Reiches Gottes hineingehen. Deutschland wird so gefüllt sein mit Menschen, die Gott lieben und ihn von ganzem Herzen preisen. Aber sie werden nicht von selbst kommen. Gott ist dabei, ein Volk zu rufen, das betet und damit den Weg des Herrn vorbereitet. Dies sind die Tage Elias. Die Wege des Herrn werden gerade vorbereitet. Da ist diese Stimme in der Wüste, in der noch nicht offenbar geworden ist, was Gott auf seinem Herzen hat. Doch die Beter sehen es in ihrem Geist. Sie wissen, was Gott vor hat und sie proklamieren es im Namen Jesu, damit die Herrlichkeit des Herrn offenbart werden kann und jedermann es sehen kann. Sie haben die Lenden ihrer Gesinnung gegürtet[14], sind herausgetreten aus Passivität und bereit zu handeln. Sie haben ihre Traumwelt verlassen, sind in die Realität getreten und bleiben nicht mehr von Gedankenwellen niedergedrückt. Die Gemeinde Jesu in Deutschland wird sich verändern und dies wird Auswirkungen haben auf das ganze Land. Sie wird anders denken, anders reden und anders leben. Sie kann nicht mehr in ängstlicher Erwartung, bemerkt zu werden, verharren. Dazu gehört auch zu riskieren, für verrückt erklärt zu werden. Wenn die Gemeinde Gott preist und ihn groß macht, dann werden gleichzeitig auch die eigenen Gedanken klar. Wer betet, bekommt eine Vision. Er fängt an zu sehen, was Gott tun will. Sein Geist wird klar und je klarer er wird, umso mehr Kraft bekommt er im Gebet.

 

Nüchtern zum Gebet

 

1. Petr. 4,8: ... Seid nüchtern zum Gebet.

 

Petrus ermahnt uns in diesem Vers eindringlich, dass wir besonnen und nüchtern sein sollen, damit wir überhaupt beten können. Das bezieht sich nicht nur auf Alkohol, sondern auch auf das Betrunkensein mit irgendetwas. Wir sollen nicht sediert sein  wie unter dem Einfluss von Drogen, Sorgen oder sonst irgendeinem Lebensstil der Sucht. Es geht nicht darum, ein Gesetz des Verhaltens aufzustellen, sondern es geht darum, dass wir in der Lage sind, nach Gottes Willen zu beten. Gott möchte, dass wir zum Gebet einen nüchternen Geist haben.

 

In Kapitel 5 wiederholt Petrus seinen Appell zur Nüchternheit.

 

1.Petr.5,8: Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.

 

Ein Wächter, der nicht nüchtern ist, wird es schwer haben. Deshalb müssen wir bei klarem Verstand und nüchtern sein in unserem Denken. Nüchtern sein bedeutet nicht, elend und deprimiert zu sein, auch nicht nur ernst, sondern es bedeutet „nicht sediert“ zu sein, voll da, bei klarem Verstand und aufmerksam bei der Sache. Denn viele Dinge, die in unser Leben kommen, sind nicht von Gott. Manche Dinge haben überhaupt nichts zu tun mit dem Handeln Gottes, sondern damit, dass wir beim Wachen eingeschlafen sind. Gott weckt jetzt sein Volk auf, damit wir in der Lage sind, das Herannahen des Feindes zu sehen, vor ihm zu warnen und gegen ihn anzugehen. Es passieren so viele Dinge, die nicht der Wille Gottes sind, aber Gott tritt auch nicht souverän auf den Plan, um den Tag des Unglücks umzuwenden. Gott macht uns ein Kompliment, indem er uns zutraut, für uns selbst, unsere Stadt und unser Land zu kämpfen. Es passiert so viel in einer Stadt und die Leute fragen: „Warum lässt Gott das zu?“ Gott fragt wahrscheinlich dich: „Warum lässt du das zu? Warum lässt mein Volk das zu?“ Gott spricht zum Herzen jedes einzelnen ohne Ausnahme und sagt: „Wache auf, steh auf, nimm deinen Platz ein!“ Je mehr wir beten, umso mehr erkennen wir, was Gott von uns erwartet.

 

Dankt allezeit Gott

 

Paulus sagte in 2. Kor. 2,14: Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart.

 

Der Geruch der Erkenntnis Christi befindet sich in jedem einzelnen Gläubigen. Doch dieser Duft ist blockiert, wenn wir nicht in einem Geist des Sieges leben. Es ist der Geist des Sieges, der den Geruch der Erkenntnis Christi freisetzt. Man kann niemanden intellektuell von Jesus überzeugen, sondern es geschieht plötzlich. Es ist ähnlich wie wenn man bei einem Morgenspaziergang den Duft von frisch gebackenen Brötchen riecht. Man kann auch nicht intellektuell analysieren, was da vor sich geht, man riecht es einfach. Und man ist dazu hingezogen. Wenn die Menschen den Duft Christi an uns riechen, ersparen wir uns eine Menge Erklärungen. Dieser Duft Christi wird freigesetzt, wenn wir in einem siegreichen Geist leben. Ein siegreicher Geist entspringt aus dem ersten Satz dieses Verses: „Gott aber sei Dank“. Wir hören auf mit jeglichem Jammern, Murren, Klagen und allem, was in diese Richtung geht, denn Klagen betäubt uns. Stattdessen sind wir dankbar. Wir danken Gott, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus.[15] Wir sind dankbar und preisen Gott für das, was er uns gegeben hat und wer wir in Christus sind. Wir danken ihm, dass er uns befreit hat von der Macht der Finsternis und uns ins Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt hat[16] und dass wir gesegnet sind mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.“[17] Alles, wofür wir bitten könnten, haben wir bereits. Wir danken ihm, dass wir von ihm erwählt sind und zur auserwählten Generation gehören.

 

 

Habt untereinander anhaltende Liebe

 

Schließlich heißt es auch noch in 1. Petr. 4,8: Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.

 

Es gibt kein stärkeres Energiefeld zum Gebet als ein Leib, in dem die Liebe heiß glühend ist. Das Wort für heiß glühend ist verwandt mit Weißglut. Heißer als bis zur Weißglut geht es nicht mehr. Bei einer roten Glut gibt es noch eine Steigerung. Aber wenn die Glut weiß ist, ist das der heißest mögliche Zustand. Dieses Wort wird hier verwendet als Aufforderung an uns: Lasst die Liebe unter euch weißglühend sein. Wenn wir Weißglutliebe für einander haben, dann lädt es erstens den Vater und den Sohn ein, so dass sie nicht anders können, als dort anwesend zu sein, wo die Menschen einander lieben. Und zweitens schlägt es den Feind in die Flucht. Es schüchtert ihn ein. Drittens schafft es eine Atmosphäre, in der Menschen gerne und leicht ins Licht kommen.

 

Niemand kommt mit seinen Nöten ins Licht in einer Atmosphäre des Richtens oder in einer Atmosphäre, wo er das Gefühl hat, ein Hammer erschlägt ihn gleich, wenn er sagt, was er tut. Niemand wird in solch einer Atmosphäre wirklich offen und ehrlich sein. Aber wo Liebe ist, bedeckt sie eine Menge von Sünden. Da ist Vergebung.

 

Jakobus sagt: Wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zurückführt, so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges zurückführt, dessen Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden bedecken wird.[18]

 

Das Zurückbringen von Sündern ist ein Akt der Liebe.

 

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[1] 1.Petr. 1,18

 

[2] Mt. 7,7

 

[3] Joh.15,7

 

[4] Mt.16,18

 

[5] Joh. 10,10

 

[6] Rö.5,17

 

[7] 1. Petr. 2,5

 

[8] Jes. 56,7

 

[9] Luk.4,18-19

 

[10] 2. Tim.1,7

 

[11] Jes. 60, 2

 

[12] Jes. 60,1

 

[13]  1.Kor.6,12

 

[14] 1.Petr.1,13

 

[15] 1. Kor. 15,57

 

[16] Kol.1,13

 

[17] Eph. 1,3

 

[18] Jak.5,19-20

 

 
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