Christus in uns
CHRISTUS IN UNS –
DIE HOFFNUNG DER HERRLICHKEIT
Paulus beschreibt für die Kolosser seinen Dienst und er sagt, dass er ein Diener der Gemeinde ist und dass Gott ihm etwas gegeben hat, einen Schatz, den er der Gemeinde weitergeben soll. Er nennt er es ein „Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist“. Den Kolossern erklärte er es so:
Kol. 1,27: Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei und das ist CHRISTUS IN EUCH, DIE HOFFNUNG DER HERRLICHKEIT.
Wow! Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Paulus sagt öfters, dass ihm ein Geheimnis zur Verwaltung gegeben worden ist. Ein Geheimnis in der Bibel ist nicht etwas, das niemand weiß, sondern ein Geheimnis ist etwas, das bei Gott ist. Das Gegenteil von Geheimnis ist Offenbarung. Offenbarung ist, wenn das Geheimnis bekannt wird. Es gibt also etwas, das nicht für die allgemeinen Augen zur Verfügung steht. Deswegen ist das ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis war verborgen durch die ganzen Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch.
Die Bibel spricht von vielen Geheimnissen. Und es gibt ein Geheimnis, das die Bibel „das Geheimnis des Christus“ nennt, nämlich dass Gott ein Mensch geworden ist. Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass Gott selbst ein Mensch wurde. Der Schreiber des Hebräerbriefs sagt, dass Gott die Menschheit ehrt. Er wurde kein Engel, sondern er wurde ein Mensch! Und das ist ein Geheimnis. Das kannst du nicht mit deinem kleinen Gehirn begreifen. Du musst das einfach akzeptieren. Gott ist ein Mensch geworden.
Aber es gibt auch ein Geheimnis, das darüber hinaus geht. Und das ist, dass dieser Gott, der ein Mensch geworden ist, auch in uns wohnt. Das ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Christus in uns! Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Das Christenleben fordert nicht, dass wir neue Prinzipien lernen. Kam Jesus und sagte: „Ich bin gekommen, um euch 10 leichte Schritte zum siegreichen Leben zu geben?“ Nein! Jesus ist gekommen, um uns Leben zu geben – und das im Überfluss. Er meint damit nicht irgendwelches Leben, sondern das göttliche Leben, das ewige Leben. Jesus ist gekommen, nicht, um uns unmögliche Gesetze zu geben, sondern er ist gekommen, dass wir Leben haben. Und dieses Lebern sollen wir in der Fülle haben. Wir sollen Leben im Überfluss haben. Das Christenleben ist nicht Verdruss! Das Christenleben ist nicht Zwang! Das Christenleben ist nicht Religion!
Ich kann mich erinnern, dass ich beim ersten Mal, als ich nach Russland geflogen bin – damals hieß es noch Sowjetunion - eine Landekarte ausfüllen musste. Und eine Frage lautete: „Sind Sie religiös?“ Da habe ich geschrieben: „Gott sei Dank, nein!“
Jesus ist nicht gekommen, um uns Religion zu geben. Es gibt genügend Religion!
Ich war einmal in Israel. Und unsere Reiseführerin sagte: „Jerusalem ist die Hauptstadt von drei Weltreligionen.“ Da sagte ich: „Du meinst wahrscheinlich Islam, und Judaismus? Und was ist die dritte Weltreligion?“ Da schaute sie mich an und sagte: „Christentum!“ Ich antwortete: „Ach ja!“ Dann habe ich ihr erklärt, dass das Christentum eigentlich ursprünglich nicht dafür gedacht war, eine Religion zu sein. Sondern ER ist gekommen, um uns Leben zu geben – und dieses Leben im Überfluss.
Kolosser 2,9: Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht.
Steht das wirklich da? Ja, genau das steht da! Es heißt hier tatsächlich, das die ganze Fülle der Gottheit wohnt leibhaftig in Christus wohnt und wir in Christus zu dieser Fülle gekommen sind! Wir haben diese Fülle! Das ist wirklich nicht schwierig zu verstehen. Es ist nur unmöglich zu begreifen, wenn wir gelehrt worden sind, dass das Christenleben darin besteht, unser Bestes zu versuchen, und wir werden schon irgendwie durchkommen. Nein! Das ist nicht auf dem Herzen Gottes! Gott hat uns geschaffen, um Gemeinschaft mit uns zu haben. Gemeinschaft bedeutet bei Gott nicht, dass wir zusammen sitzen und eine Tasse Kaffee trinken, sondern Gott versteht Gemeinschaft als ein Mitteilen. Er teilt sich uns ganz mit. Er gibt sich uns hin! Halleluja!
Kannst Du dazu Amen sagen? Amen kommt von dem Wort „emenu“ und bedeutet „Das ist gut, das ist die Wahrheit, ich mache das! Ich glaube das“! Emenu ist das Wort für Glauben und Wahrheit. Wir sollen der Wahrheit glauben. Und wenn wir das glauben und „Amen!“ sagen, bestätigen wir, was verkündigt wird.
In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. In ihm haben wir alles, was wir brauchen.
1. Kor.1,30-31: Aus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung, damit, wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!“
Er ist uns alles geworden! Er ist uns Weisheit von Gott, Gerechtigkeit und Heiligkeit bzw. Heiligung geworden. Er ist unsere Gerechtigkeit geworden. Wir stehen vor Gott nicht in unserer eigenen Gerechtigkeit. Sondern Er selbst ist unsere Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit, die er durch seinen Gehorsam am Kreuz erreicht hatte, hat er nicht für sich selbst erworben, sondern diese Gerechtigkeit gehört uns. Er ist unsere Gerechtigkeit. Wenn wir vor Gott stehen, stehen wir nicht da in unserer eigenen Gerechtigkeit. Wir stehen nicht vor Gott, weil wir so wunderbar sind, sondern wir stehen in Gottes Gerechtigkeit. Er ist unsere Gerechtigkeit.
Und Er ist auch unsere Heiligung. Nicht nur unsere Heiligkeit, sondern unsere Heiligung.
Das bedeutet: Die Kraft, heilig zu leben, ist Christus in uns! Er ist unsere Kraft, heilig zu leben. Wir haben nicht nur ein Gesetz da draußen und wir versuchen, uns anzupassen sondern wir haben einen neuen Bund. Und der neue Bund ist: Gott ist in unserem Leben! Er hat das Gesetz in unser Herz gegeben und wir haben Leben in ihm!
Hebr. 10,10: Denn dies ist der Bund, den ich demHaus Israel errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Meine Gesetze gebe ich in ihren Sinn und werde sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen Gott und sie werden mir Volk sein.
Das ist der neue und lebendige Weg, in dem wir Gott dienen.
Hebr. 10,19-20: Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang – das ist durch sein Fleisch ...
Wir dienen nicht Gott mit einem Gesetz, mit einem äußerlichen Standard und versuchen unser Bestes und versagen immer! Warum? Versuchen ist gleich Versagen!
Wenn ich in Bibelschulen lehre, gebe ich Hausaufgaben. Eine davon lautet: Denkt 24 Stunden lang nicht an grüne Affen! Höchstwahrscheinlich hatte bis dahin noch keiner an grüne Affen gedacht. Aber jetzt schon! Je mehr du versuchst, nicht an grüne Affen zu denken, desto mehr wirst du daran denken.
Das ist Römer 7 praktisch gemacht. Paulus sagte: „Ich war tot und dann kam das Gesetz und die Sünde lebte auf in mir und damit auch jede Leidenschaft, die eigentlich verboten war!“
Rö. 7,8: Die Sünde aber ergriff durch das Gebot die Gelegenheit und bewirkte jede Begierde in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot. Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf; ich aber starb.
Das Gesetz wird nur unsere Schwachheiten und unsere Unzulänglichkeiten bloßstellen. Das ist die Absicht des Gesetzes. Das Gesetz ist dazu da, unsere Not zu sehen. Aber wenn wir unsere Not sehen, dann können wir nicht das Gesetz nehmen und versuchen, besser zu werden.
Oder hast du jemals versucht, früh einzuschlafen? Du hattest beispielsweise einen wichtigen Termin am nächsten Tag und sagtest Dir ständig: „Ich muss früh schlafen!“ Und je mehr du versuchtest, einzuschlafen, desto mehr wurde Adrenalin in deinem Körper freigesetzt, der besser wirkt, als der beste deutsche Kaffee.
Das Gesetz wird das nicht hinbekommen! Was wir brauchen ist Leben! Und deswegen ist Christus die Garantie des Neuen Bundes. Er ist Gottes Garantie. Sein Leben in uns wird uns zum Ziel bringen!
Das ist freimachende entspannende Wahrheit! Es ist nicht so, dass wir uns dann einfach zurücklehnen und Pinacolada trinken und warten, bis wir heilig werden. Nein! Wir wandeln im Glauben! Ich glaube, dass Christus in mir die Hoffnung der Herrlichkeit ist!
Das Wort Gottes sagt, dass diese Herrlichkeit, die in uns ist, uns verwandelt. Wenn wir die Herrlichkeit Gottes mit aufgedecktem Angesicht anschauen, werden wir verwandelt in das gleiche Bild – von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.
2. Kor. 3, 18: Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist geschieht.
Was bedeutet das: von Herrlichkeit zu Herrlichkeit? Früher habe ich es so verstanden:
Interpretation der Körpersprache: Ich komme von einer Stufe der Herrlichkeit zur zweiten Stufe, dann zur dritten Stufe, zur vierten, fünften, und so weiter, bis ich vollkommen herrlich bin.
Aber ich sehe immer mehr, dass es etwas anderes bedeutet, nämlich:
Interpretation der Körpersprache: Ich werde verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wenn ich Gottes Herrlichkeit anschaue, von Angesicht zu Angesicht. Es ist, wie wenn ich im Spiegel dicht vor meiner Nase mein Gesicht anschaue und dann sein Angesicht sehe, anstatt meins. Ich muss dazu allerdings dicht an das Angesicht Gottes herantreten.
(Hier ein Einschub von mir, sinngemäß wiedergegeben, von der Predigt in der CGFR am 30.12.08, der passen könnte –bis „Fülle der Freude“):
Ich schaue mit aufgedecktem Angesicht, das heißt offen und ehrlich, ohne Verstecken und ohne Verdammnis Gott an. Und dadurch werde ich in die Herrlichkeit Jesu, in das Wesen Jesu verwandelt. Ich werde in das verwandelt, was ich anschaue! Wenn ich ihn anschaue, werde ich erleichtert und bin befreit davon, immer mich selbst anschauen zu müssen. Deshalb sagt Paulus:
2.Kor. 3,17: Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.
Gott ruft uns in den Gottesdienst zusammen, um uns die Gelegenheit zu geben, alles andere zu vergessen und ihn anzuschauen. In seiner Gegenwart kann sich Depression nicht halten. In seiner Gegenwart ist Heilung und Befreiung. Willst du von etwas befreit werden, dann bete nicht gegen diese Sache, sondern schaue Gott an. In seiner Gegenwart ist die Fülle der Freude!
Schaue Gott an und sieh, wie er wirklich ist. Jesus Christus in mir ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Die Bibel sagt uns, dass wir alle gesündigt haben und die Herrlichkeit Gottes deswegen nicht erlangen können.
Rö. 3,23-24: Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.
Wir erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes. Gottes Absicht für unser Leben ist Herrlichkeit! Herrlichkeit! Gott soll in uns völlig zum Vorschein kommen. Er soll in uns geoffenbart werden, damit wir verwandelt werden in dasselbe Bild.
Meine Interpretation: Jedes Mal, wenn wir wieder ein bisschen deutlicher erkennen, wer dieser Christus in uns wirklich ist, werden wir ihm ein bisschen ähnlicher. Wir werden in dem Maß in sein Bild verwandelt, wie wir ihn anschauen und sein Wesen erkennen. Dann wird er immer mehr in unserem Charakter und unserem Handeln sichtbar zutage treten.
An dieser Stelle kommt der Spiegel-Witz mit den verstrubelten Haaren, den ich ausgelassen habe.
Ich schaue also in den Spiegel und sage fast jeden Morgen: „Du bist nicht meine Zukunft! Ich bin vorherbestimmt zur Herrlichkeit!“ Damit ermutige ich mich früh am Morgen. Ich fange jeden Morgen mit guter Nachricht an.
Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit.
In Eph. 1 gibt es ein sehr starkes Gebet, über das mir in meiner Bibelschulzeit in Dallas/Texas im Alter von 22 Jahren einmal etwas bewusst geworden ist. Ich war damals relativ frisch bekehrt. Wir hatten einen Gast-Bibellehrer, der früher ein Schüler von Smith Wigglesworth war. Er war mit ihm herumgereist und für ihn bestand das größte Vorrecht darin, mit Smith Wigglesworth zu beten. Er sagte zu uns: „Wenn du einmal mit einem Mann Gottes wie Smith Wigglesworth gebetet hast, dann bekommst du nicht nur eine Predigt, sondern du bekommst sein ganzes Herz mitgeteilt. Du bekommst den Geist des Gebets!“ Und er hat beschrieben, was für ein großes Vorrecht es für ihn war, dass er jeden Morgen mit Smith Wigglesworth beten konnte. Und das meiste, was dieser Gast-Bibellehrer von ihm gelernt hatte und die prophetische Gabe, die auf seinem Leben lag, war sehr geprägt durch diese Gebetszeiten mit Smith Wigglesworth.
Und wir saßen alle da und hätten uns gewünscht, Smith Wigglesworth wäre jetzt da und wir könnten alle jeden Morgen mit ihm beten. Und dann hat er zu uns gesagt: „Smith Wigglesworth ist 1948 gestorben, aber ihr dürft mit einem Mann beten, der viel gesalbter ist, als Smith Wigglesworth!“ Und wir dachten: „Wer ist das? Und wo ist er?“ Und dann hat er uns das Gebet in Epheser. 1 vorgestellt und sagte: „Ihr dürft mit dem Apostel Paulus beten!“
Und ich dachte: „Mensch! Mit dem Apostel Paulus beten?“ und konnte kaum den nächsten Morgen erwarten. Da habe ich dann meine Bibel genommen, Epheser 1 aufgeschlagen, ging in den Gebetsraum und sagte: „Gott, heute morgen werde ich mit dem Apostel Paulus beten!“
Witz: Und zwar lasse ich ihn beten und sage AMEN! Das habe ich für Weisheit gehalten!“
Und dann habe ich dieses Gebet genommen und gelesen. Ich habe das wiederholt gebetet, zuerst Wort für Wort. Und dann habe ich es ausgefüllt mit meinen eigenen Worten und Anliegen. Dabei habe ich dann eines festgestellt: Paulus betete ganz anders als ich.
Ich hatte immer gebetet: „Gott, segne mich! Und segne meinen Bruder und segne meine Schwester und segne mich! Hauptsache ich bin gesegnet!“ Und plötzlich merkte ich, dass Paulus nicht betet: „Herr, segne sie!“ Sein Gebet hört sich ganz anders an.
Eph. 1,3: Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.
Wenn wir mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus gesegnet worden sind, wie viele Segnungen sind dann noch übrig, mit denen wir nicht gesegnet worden sind?
Das heißt nicht, dass niemand mehr beten soll: „Herr segne mich und die anderen!“ Aber wir müssen das begreifen, dass wir gesegnet worden sind, mit jeder geistlichen Segnung!
Geistliche Segnung bedeutet nicht, dass es nur geistlich ist, in dem Sinne von Vergebung usw. und alle anderen Segnungen wären nicht dabei. Nein, alle Segnungen sind geistlich, denn sie sind im Geist zu finden. Und wir können sie nicht mit den natürlichen Augen sehen. Wir können unseren Reichtum in Christus nicht mit den fünf Sinnen wahrnehmen.
Deshalb betet Paulus nicht: „Herr, segne sie,“ sondern er sagt: „Ihr seid gesegnet mit allen geistlichen Segnungen. Was ihr braucht, ist einen Geist der Weisheit und der Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.“
Eph. 1,17: Dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.
Das ist sehr interessant: Nicht in der Erkenntnis dessen, was wir haben, sondern in der Erkenntnis seiner selbst! Denn wenn wir Jesus Christus sehen, sehen wir uns in Christus und wir sehen unseren ganzen Reichtum in Christus. Alles, was wir haben, ist in Christus.
Manchmal fragst Du Christen: „Wie geht’s dir?“ Und sie sagen: „Gut im Herrn!“ Das hört sich so an: „Ich wünsche mir, dass es mir gut ginge ohne den Herrn, aber leider ist das nicht der Fall!“ Meine Lieblingsantwort von solchen Leuten ist: „Ich kann nicht klagen!“ Sie klingen fast enttäuscht! Ich möchte dann am liebsten zu ihnen sagen: „Soll ich Dir etwas abgeben? Ich habe auch einige Schwierigkeiten und würde gerne mit Dir tauschen!“ Sie scheinen enttäuscht zu sein, dass sie nichts zu klagen haben. Dann sage ich immer: „Schade!“
Witz: Das ist wohl die Gabe des Mitleids! In meiner eigenartigen pastoralen Art sage ich: Schade!
Aber alles, was wir an Güter haben, ist in ihm! Wir haben nichts ohne ihn. Und wir müssen nicht das sehen, was wir haben, sondern ihn sehen. Und wenn wir ihn sehen, dann sehen wir alles! Und das ist der Grund, warum Paulus für diese Menschen betet. Und er sagt in Vers 17-18:
Eph. 1,17: Dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eueres Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung ... sei.
Was ist die Hoffnung Gottes? Was hat Gott bei der Schöpfung und bei der Erlösung in uns gehofft? Was war die Hoffnung, die Gott in uns gesetzt hat? Die Hoffnung der Herrlichkeit! Gott will uns zur Herrlichkeit bringen. Er will, dass unser ganzes Leben mit sich selbst erfüllt wird.
Ich liebe diese Stelle, in der es heißt, dass, Jesus wiederkommt. Was ist wohl das Beste bei der Wiederkunft Jesu?
Das Beste bei der Wiederkunft Jesu ist Jesus!
Nicht mehr und nicht weniger! Jesus selbst! Das ist erstaunlich! Das allerbeste vom Himmel ist Gott. Ohne Gott möchte ich nicht in den Himmel gehen. Das Beste vom Himmel ist Gott. Das Beste bei der Wiederkunft Jesu ist Jesus! Wir werden ihn sehen!
Und ich liebe es, dass Paulus sagt, dass wenn er kommt, wir ihm in der Luft begegnen werden und wir dann immer beim Herrn sein werden.
1.Thess. 4,16-17: Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein.
Wow! Ihn nie wieder aus den Augen verlieren! Allezeit beim Herrn sein! Nie wieder getrennt von ihm sein!
Jetzt bin ich auch nicht von ihm getrennt! Er ist in mir! Er ist immer bei mir! Aber manchmal merke ich das und manchmal nicht! Nicht wahr?
Witz: Ihr schaut mich so heilig an! Ich dachte ich sei unter Freunden! Ich sehe, manche von euch schicken eine SMS los und schreiben: „Irgend etwas ist nicht in Ordnung mit Mike!“
Aber das geschieht In diesem Leben! Paulus sagte, dass wir jetzt im Glauben an das Unsichtbare leben.
2. Kor. 4,17-18: Denn das schnell verübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare, denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.
(mögliche Bibelstellen
für Erweiterungen des Themas geeignet)
2. Kor.5,7: Denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen
Gal. 2,20: Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Kol.3,4: Wenn der Christus, euer Leben geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit.
Phil. 1,21: Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.
Petrus sagt über unsere Begegnung bei der Offenbarung Jesu Christi Folgendes:
1.Petr. 1,8: Den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt!
Manchmal ist es einfach wunderbar. Man spürt die Gegenwart Gottes. Man merkt, Gott ist dabei. Aber manchmal merkt man das nicht. Und wenn Jesus wiederkommt, werden wir immer bei dem Herrn sein. Nie wieder getrennt! Ihn nie wieder aus den Augen verlieren! Nie wieder! Wir werden immer bei ihm sein. Niemand wird Schlange stehen müssen, um bei Jesus zu sein.
Witz: Und für dich ist es wie im Supermarkt: Du hast eine Nummer gezogen und jetzt wird Nummer 13 gedient. Und du bist Nummer 6.650.000.
Wir werden alle „schwupps!“ verschwunden und bei ihm sein. Das ist ein Geheimnis! Und das ist Herrlichkeit. Herrlichkeit ist, völlig mit Gott erfüllt und auf ewig mit ihm verflochten zu sein. Halleluja!
Und das ist Gottes Hoffnung. Das ist, was Gott sieht, wenn er die Augen zu macht und an uns denkt. Das ist das, was er sieht! Und er sieht, dass wir zum Ziel kommen, dass unser Charakter, unser ganzes Wesen erfüllt ist mit Gott, so dass wir völlig verwandelt sind in sein Bild! Und Christus in uns jetzt ist die Hoffnung der Herrlichkeit.! Christus in uns jetzt! Christus in uns jetzt ist das, was uns zum Ziel bringt.
Phil. 1 zeigt uns die gute Nachricht – die gute Nachricht ohne „Aber!“. Es gibt eine pure gute Nachricht hier:
Phil. 1,6: Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.
Ich bin ebenso dieser guten Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in mir angefangen hat, es auch vollenden wird bis zu den Tag Christi! Bis zu dem Tag, wenn Jesus wiederkommt, ist Gott dabei, in meinem Leben zu wirken, tagein, tagaus. Manchmal sehe ich es, manchmal nicht.
Ich habe eine Theorie: Das meiste, das Gott in unserem Leben tut, tut er im Verborgenen, damit wir es nicht sehen. Aber er ist an der Arbeit. Und deswegen bin ich der guten Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in mir angefangen hat, es auch vollenden wird.
Mein Vertrauen ist nicht in mich selbst! Ich bin nicht die Hoffnung der Herrlichkeit! Ich bin nicht der Anfänger und Vollender meines Glaubens. Ich bin nicht die Hoffnung! Ich bin nicht der Reichtum! Ich bin nicht das, was die Antwort ist, sondern Christus in mir!
Aber, höre genau zu: Nicht nur Christus! Sondern Christus in mir! Christus in mir ist die Hoffnung der Herrlichkeit! Christus war schon in Ewigkeit herrlich ohne mich. Dazu brauchte er nicht ein Mensch zu werden. Dazu brauchte er nicht am Kreuz zu sterben und dazu brauchte er auch nicht auferweckt zu werden und in den Himmel aufzufahren, damit er dann zur Rechten Gottes sitzen kann, um herrlich zu sein! Er war schon herrlich! Aber das Ziel Gottes ist nicht, dass er herrlich sei, sondern er wollte seine Herrlichkeit mitteilen. Schon von Adam an, stand fest: „Alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes!“
Gottes Ziel ist also, uns zu dem wiederherzustellen, was er ursprünglich geplant hatte, nämlich Herrlichkeit. Wir sollten in sein Bild verwandelt werden und wir sollten Gott selber mitteilen. Wir sind in die Gemeinschaft der Dreieinigkeit eingeladen! Wow!
Witz: Wenn das nicht in der Bibel stünde, würde ich das auch nicht glauben!
Das ist die Wahrheit! Am Anfang sagte Gott etwas, das ewig in seinem Herzen war und eines Tages hat Gott in der wunderbaren, herrlichen, freudenvollen, glücklichen Gemeinschaft der Dreieinigkeit etwas zum Ausdruck gebracht, was ewig in seinem Herzen war: „Lasst uns Menschen machen, die uns ähnlich sind.“
1.Mose 1,26: Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich!
Witz mit viel Körpersprache: Gott ist nicht britisch. Er hat nicht gesagt: Let us make man!“
Wir fahren regelmäßig nach England und zwar mit dem Auto und der Fähre. Und auf einer (früheren?) Fähre gab es eine Bekanntmachung für den Fall dass, wenn das Schiff untergehen sollte. Und diese Bekanntmachung war so steril. Sie lautete: Falls das Schiff untergehen sollte, dann wird es sieben Töne geben, und auf den siebten Ton folgt die Ansage: „Generalalarm!“
Und ich konnte mir vorstellen, wie dann das Schiff anfängt, unterzugehen. Und auf einmal fängt es an: „Beep! – und wir alle zählen – beep, beep, beep!. Und was ist, wenn du den siebten Ton nicht gehört hast und dachtest es waren nur sechs? Bei sieben Tönen ist dann „Generalalarm.“ Dann habe ich mir vorgestellt, wie alle aufstehen....
Auf jeden Fall: So ist Gott nicht!
Gott kann sehr begeistert sein. Jemand sagte einmal: „Wir sind geschaffen aus dem Gelächter Gottes. Er hat gelacht dabei. Er sagte nicht traurig: „Ach, lasst uns mal Menschen schaffen.“ Sondern er sagte: „Hey, lasst uns Menschen schaffen! Lasst uns das endlich machen! Es wird höchste Zeit, dass wir machen, was schon ewig in unserem Herzen war!
Der Teufel ist so ein Lügner! Er möchte nur Gott schlecht machen. Deswegen war es eine Versuchung. Er wollte nur Gott anschwärzen. „Hat Gott gesagt, du darfst das nicht machen? Du darfst eigentlich nichts machen! Gott will immer nur verbieten, verbieten, verbieten!“
Witz: Mich hat er zum Beispiel aus dem Himmel hinausgeschmissen, nur, weil ich selber Gott sein wollte!
Eigentlich wollte Gott das, was der Teufel angeboten hatte, sowieso geben. Er wollte nichts zurück halten. Er testet die Menschen. Und er bringt sie in Gemeinschaft mit Gott. Er ist dabei, etwas Wunderbares zu tun. Gott hat kein Interesse an toter langweiliger Religion.
Witz: „Lasst uns Menschen schaffen und lasst sie zum Gottesdienst gehen!“ Preis den Herrn für den Gottesdienst jetzt. Aber ich glaube, ich habe die feste Zusage, dass der Himmel nicht ein ewiger Gottesdienst ist.
Wir werden Gott anbeten in allem, was wir tun. Wir werden aber leben wie Menschen und Gott wird in der Mitte von allem sein. Wir werden nie Dinge tun, einfach nur, um sie zu tun. Sondern Gott wird immer das Zentrum von allem sein.
Witz: Aber wir werden nicht Millionen von Jahre auf der Kirchenbank sitzen und Tausende von Strophen von Amazing Grace singen. Wir werden Amazing Grace singen in alle Ewigkeit, aber nicht auf der Kirchenbank. Halleluja!
In dem ganzen Leben ist Gott in der Mitte und ihm sei die Ehre! Und wir werden immer an seiner Seite sein. Wow! Ist das nicht wunderbar? Ist das nicht gute Nachricht? Das ist so gute Nachricht, dass es wie eine Unterstapelung klingt. Das ist Herrlichkeit! Das ist einfach Herrlichkeit!
Heb jetzt Deine Hände auf und danke ihm. Danke ihm für seine Güte! Gott ist gut! Danke ihm. Denke nicht nur: „Danke!“ sondern danke ihm. Sage ihm Dank für seine Großzügigkeit, seine unfassbare Großzügigkeit!
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ENDE














